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Jahr der Wälder in Bayern ein Erfolg

Bayern will das Internationale Jahr der Wälder intensiv nutzen

Bayerns Staatsregierung will das von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Wälder 2011“ nutzen, um für nachhaltige Forstwirtschaft zu werben. Das hat das Kabinett in seiner Sitzung am 19. Januar beschlossen. Forstminister Helmut Brunner: „Das Motto ‚Wälder für Menschen’ stellt gerade für Bayern eine besondere Verpflichtung dar. Denn mit 2,5 Millionen Hektar Waldfläche und 400 Kubikmetern Holzvorrat pro Hektar ist der Freistaat mit Abstand das größte deutsche Waldland. Zudem wird in Bayern schon seit Jahrzehnten nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft praktiziert.“ Deshalb sei das Internationale Jahr der Wälder, so der Minister weiter, eine hervorragende Gelegenheit, der Öffentlichkeit mit gezielten Aktionen den Wert des Waldes und die vielfältigen Leistungen nachhaltiger Forstwirtschaft nahe zu bringen. „Wir wollen deutlich machen, dass der Wald für uns und unser Land eine herausragende Bedeutung hat – ökonomisch, ökologisch und kulturell,“ so der Minister.
Um das Thema möglichst vielen Menschen zu vermitteln, sind in diesem Jahr landesweit zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen geplant. In der Initiative „Forstwirtschaft schafft Leben“ werden die Aktivitäten des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, des Bayerischen Bauernverbandes, der Bayerischen Staatsforsten und der Forstverwaltung gebündelt. Einen Überblick über die Aktivitäten gibt es im Internet auf der gemeinsamen Infoplattform www.forstwirtschaft-schafft-leben.
Darüber hinaus sind laut Brunner bayernweit „Leuchtturmprojekte“ geplant, wie etwa der Neubau des Walderlebniszentrums in Tennenlohe, die bundesweit bislang einzigartige „Lange Nacht des Waldes“ in Grafrath, der „Große Waldtag“ im mittelfränkischen Weißenburg, der Internationale Waldpädagogik-Kongress in Freising sowie die Bergwald-Tagung in Bad Tölz. Als bayerisches Vorbildprojekt mit bundesweiter Ausstrahlung will Brunner im Steigerwald das „Zentrum Nachhaltigkeit Wald“ errichten – in enger Kooperation mit verschiedenen Trägern. Hier sollen Informations- und Bildungsangebote gebündelt werden, um alles Wissenswerte über die nachhaltige Waldnutzung zu vermitteln. Rund drei Millionen Euro stellt der Freistaat für das Projekt zur Verfügung. Bis Ende Mai will Brunner dem Ministerrat ein inhaltliches und organisatorisches Konzept in Abstimmung mit den beteiligten Ressorts vorlegen.
 
Bayerische Staatskanzlei

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