ABO

Bayern: Initiative Zukunftswald auf Erfolgskurs

Immer mehr Waldbesitzer und Kommunen in Bayern rüsten ihre Wälder für den Klimawandel. Wie Forstminister Helmut Brunner Ende April bei Ergolding im Landkreis Landshut mitteilte, hat die vor zwei Jahren gestartete „Initiative Zukunftswald Bayern“ dem Umbau labiler Nadelwälder in klimatolerante Mischwälder neuen Schwung verliehen.

Allein in den bislang ausgewiesenen rund 60 Projektgebieten haben seither 1.300 Waldbesitzer mehr als 800.000 Bäume gepflanzt sowie Pflege- und Durchforstungsmaßnahmen durchgeführt. So wurden 2.000 ha Wald klimatauglich gemacht. „Die Initiative Zukunftswald bietet wirksame Anreize, um die Waldbesitzer für die Pflege und Bewirtschaftung ihrer Wälder zu motivieren“, sagte der Minister.
Dazu hatten die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – oft gemeinsam mit lokalen Interessengruppen – örtliche Projekte initiiert: Die Palette reicht von Praxistagen und Lehrfahrten für Waldbesitzer über den Bau von Forstwegen bis hin zu maßgeschneiderten Waldumbauplänen. 1,7 Mio. € hat der Freistaat dafür bislang bereitgestellt. Laut Brunner sollen jetzt landesweit zahlreiche neue Projektgebiete ausgewiesen werden, um den Aufbau stabiler und widerstandfähiger Wälder weiter zu beschleunigen. Das sei notwendig, weil die im Privatwald oft geringen Besitzgrößen von durchschnittlich 2 ha ein zügiges Vorankommen erschweren.
Wichtige gesellschaftliche Herausforderung
Die Anpassung der Wälder an den Klimawandel ist dem Minister zufolge eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Denn der von Experten erwartete deutliche Temperaturanstieg in den nächsten Jahrzehnten werde gerade in den warm-trockenen Regionen sowie im Alpenraum zu einer gravierenden Änderung der Wachstumsbedingungen für die Bäume führen.
Insgesamt 260.000 ha Wald in Bayern müssen deshalb laut Brunner bis zum Jahr 2040 mit klimatoleranten Baumarten wie Tanne, Buche und anderen Laubbäumen angereichert werden. Nur so seien die Leistungen der Wälder für Rohstoffversorgung, Naturschutz und Erholung dauerhaft zu erhalten. Auf 55.000 ha ist das seit 2008 bereits gelungen, 100.000 ha hat der Minister als Ziel für 2020 ausgegeben.
StMELF Bayern

Auch interessant

von