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Bayern: Holzpellets zur KWK-Nutzung

Bayern: Holzpellets zur KWK-Nutzung

Die Verwendung des heimischen Energieträgers Holz in Form von Pellets stand am 5. Juli im Mittelpunkt der Besichtigung einer Holzvergasungsanlage durch den bayerischen Staatsministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) hatte den Minister zusammen mit dem Mitgliedsunternehmen Spanner RE2 auf den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Thomas Huber nach Obertrennbach in Niederbayern eingeladen.

Der geschäftsführende DEPV-Vorsitzende Martin Bentele wies darauf hin, dass Deutschland weltweit der zweitgrößte Pelletproduzent sei und im vergangenen Jahr mangels Absatz am Wärmemarkt rd. 1/2 Mio. t Pellets exportieren musste. Ein Viertel der Pellets würde in Bayern hergestellt, wo auch etwa 40 % der bundesweit installierten Pelletkessel stünden. „Darüber hinaus könnten Pellets verstärkt in kleinen bis mittleren, wärmegeführten KWK-Anlagen eingesetzt werden, ohne dass hierdurch am Heizungsmarkt ein Defizit entsteht“, sagte Bentele.

Die Fa. Spanner RE2 aus Neufahrn stellt praxiserprobte Holzvergaser her, die auf der Basis einer hohen Effizienz eine interessante Variante für die kombinierte Wärme/Strom-Erzeugung sind. Mittlerweile werden etwa 60 solcher Anlagen bundesweit betrieben. Diese erzeugen rd. 5 MW elektrisch und 10 MW Wärme. Auch der Betreiber der Anlage in Obertrennbach, Thomas Huber, bestätigte den Mehrwert gegenüber einer reinen Heizung. Die gewonnene Wärme werde neben der Beheizung des Wohnhauses bei der Viehhaltung und zur Trocknung von Hackschnitzeln eingesetzt. Den erzeugten Strom speist Huber mit der Vergütung durch das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) ins
öffentliche Netz ein.

Minister Brunner zeigte sich erfreut darüber, dass die Praxisreife der Holzvergasungstechnologie weit fortgeschritten ist. Dies wurde vom stellvertretenden Geschäftsführer von C.A.R.M.E.N., der bayerischen Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Edmund Langer, bestätigt. Der Geschäftsführer der Fa. Spanner RE2, Thomas Bleul, kritisierte, dass die Holzvergasungstechnologie in dem aktuellen EEG nicht angemessen berücksichtigt worden sei. Da in der EEG-Novelle auch noch viele andere Sachverhalte korrigiert werden müssten, waren sich die Anwesenden einig, dass auch zum Thema Holzvergasung bald die Möglichkeit zur Nachbesserung bestehen könnte.

DEPV

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