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Bayern: Forstliche Gutachten zu Waldverjüngung werden erstellt

Bayern: Forstliche Gutachten zu Waldverjüngung werden erstellt

In den kommenden Wochen sind wieder Mitarbeiter der Forstverwaltung in ganz Bayern unterwegs, um junge Waldbäume auf Verbiss-Spuren von Rehen, Rotwild und Gämsen zu untersuchen. Ausgerüstet mit Datenerfassungsgerät und Messlatte erheben sie an mehr als 22.000 Inventurpunkten den Zustand von Trieben und Knospen. Wie Forstminister Helmut Brunner beim Auftakt der Erhebung bei Hohenbrunn im Landkreis München mitteilte, werden so die Daten für die Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung gesammelt, die alle drei Jahre von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erarbeitet werden.
Die Gutachten sind nach Aussage des Ministers für die Umsetzung der forst- und jagdpolitischen Ziele in Bayern unverzichtbar und eine wertvolle Entscheidungshilfe bei der Abschussplanung. Denn sie liefern die Aussage, ob der Verbiss in einer Hegegemeinschaft für den Wald tragbar ist oder nicht. Der Aufbau klimatoleranter Mischwälder ist laut Brunner eine entscheidende Zukunftsvorsorge für die Gesellschaft.
Nach Aussage des Ministers ist das gesamte Verfahren auf Transparenz und enge Einbindung von Waldbesitzern und Jägern ausgerichtet. „Alle können sich vor Ort ein Bild von der Objektivität des Verfahrens machen“, so Brunner. Die Termine werden von den Ämtern rechtzeitig bekannt gegeben. Nach der Auswertung der Daten können Jagdvorsteher und Revierinhaber dazu Stellung nehmen. Anschließend erstellen die Ämter die Gutachten und leiten sie den Unteren Jagdbehörden zu. Das Forstliche Gutachten wird seit 1986 erstellt –2012 zum zehnten Mal.
StMELF

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