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Bayern: EU-LIFE-Projekt zu Natura 2000 gestartet

Um den Wert der bayerischen Naturschätze den Menschen noch näher zu bringen, startet Bayern eine umfangreiche Kommunikations- und Öffentlichkeitskampagne zu Natura 2000, dem europäischen Schutzgebietsnetz.

Denn Natur und Landschaft bieten unersetzbare Leistungen für die Gesellschaft und sind gleichzeitig wertvolle Rückzugs- und Erholungsräume für Jedermann. Das betonte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf am 3. Juli anlässlich des offiziellen Beginns eines von der EU geförderten Projekts des Freistaats mit einem Volumen von 3 Mio. €. ; Mit dem vom Freistaat, dem Bayerischen Naturschutzfonds, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der EU finanzierten LIFE-Projekt sollen Akzeptanz, positive Wahrnehmung und Wertschätzung von Natura 2000 in Bayern gestärkt und die Bedeutung des regionalen Naturschutzes als sanfter Wirtschaftsfaktor herausgehoben werden. Das Projekt wird von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) durchgeführt. ; In dem knapp fünf Jahre dauernden Projekt sollen dazu beispielsweise Natura-2000-Gipfel mit den Menschen in der jeweiligen Region und Mitmach-Aktionen durchgeführt werden. Daneben werden Hot-Spots der Erholung in der Natur präsentiert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie bestimmte Naturprodukte aus Natura-2000-Gebieten nachhaltig und zielgerichtet vermarktet werden können. Für das kommende Jahr ist unter anderem ein Symposium geplant, um die Beteiligten frühzeitig in den Kommunikationsprozess einzubeziehen und neue Wege für die Zukunft aufzuzeigen. ; Der bayerische Dreiklang im Naturschutz ; Natura 2000 bezeichnet ein zusammenhängendes ökologisches Netzwerk an Fauna-Flora-Habitat-(FFH-) und Vogelschutzgebieten in der Europäischen Union. Zweck ist der länderübergreifende Schutz europäisch bedeutender, oft gefährdeter wildlebender Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. Jährlich fließen mit über 21 Mio. € rund die Hälfte der Mittel aus dem Vertragsnaturschutz in die Natura-2000-Gebiete und honorieren die Leistungen der Land- und Forstwirte für den Natur- und Artenschutz. ; Ministerin Scharf: „Der bayerische Dreiklang im Naturschutz setzt auf Kooperation, Freiwilligkeit und Ehrenamt. Auf diesem Weg schaffen wir ein zukunftsfähiges und lebenswertes Bayern und erhalten gemeinsam unsere kostbaren Naturschätze.“

StMUV Bayern/Red.

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