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BDF: Bayern braucht mehr Forstleute

BDF: Bayern braucht mehr Forstleute

Das Jahr der Wälder ist das Jahr der Forstleute. „Ohne Forstleute könnten die Wälder nicht die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft erfüllen“, so Gunther Hahner, Vorsitzender des Bundes Deutscher Forstleute (BDF), Landesverband Bayern auf der Landesversammlung am 24. Oktober in Fürth vor knapp 500 Försterinnen und Förster und zahlreichen Politikern. Hahner: „Wald und Forstwirtschaft haben Hochkonjunktur, die Ansprüche an den Wald steigen und dennoch setzen die Verantwortlichen ihren radikalen Personalabbau fort.“ Dies sei weder der Gesellschaft noch den Forstleuten zu vermitteln.
Wurde vor zehn Jahren der Wald in Bayern von Kritikern noch als „ertragsloses Tafelsilber“ gesehen, der Privatisierung das Wort geredet und Förster zu Lehrern umgeschult – sieht heute die Ertragslage der Forstwirtschaft völlig anders aus: Der Rohstoff „Holz“ ist gefragt wie noch nie, die Preise sind stark angestiegen und die politisch beschlossene Energiewende wird diesen Trend, nicht nur durch Windräder, beflügeln. Die Bayerischen Staatsforsten wie private Forstbetriebe verzeichnen gute Gewinne – der klassische Forstberuf ist wieder gefragt.
So blicken die Förster selbstbewusst und zuversichtlich in eine grüne Zukunft. Die breite Ausbildung sowie der Sachverstand der Forstleute sind wichtiger denn je. Grund dafür ist ihre Fähigkeit, Wälder so anzulegen, zu pflegen und zu nutzen, dass sie eine Vielzahl von Produkten und Funktionen auf der gleichen Fläche anbieten. Die multifunktionale Forstwirtschaft verbindet nachhaltig die Ansprüche von Ökonomie, Ökologie und Sozialem im Wald. Hierbei liegt ebenso ein großer Augenmerk auf dem Naturschutz.
Der Berufsverband BDF spricht – trotz Aufspaltung in Forstunternehmen und Forstverwaltung – mit einer gemeinsamen Stimme. Seine Mitglieder, meist Beschäftigte der öffentlichen wie privaten Forstbetriebe sowie der Forstverwaltungen, haben erfolgreiche Forstunternehmen und eine schlagkräftige Forstverwaltung aufgebaut und, nach tiefgreifenden Reformen, weiterentwickelt. So haben Generationen von Förstern bewiesen, dass der Wald in Bayern bei ihnen in besten Händen ist. Mehr Förster brauchen Bayern und der Wald!
Kinder und Förster für den Wald
Anlässlich der Landesversammlung des BDF in Fürth am 24. Oktober und im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder finanziert und unterstützt der BDF mit Partnern eine Kinderakademie von Plant-for-the-Planet. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) bildet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Plant-for-the-Planet 60 Kinder zu Klimabotschaftern aus. „Wir wollen schon bei den Kindern die Begeisterung für den Wald wecken“, erläutert Gunther Hahner, Vorsitzender des BDF das Engagement der Förster. „Der Wald ist bei vielen positiv besetzt. Nur wenige wissen aber, dass der Wald unbedingt gepflegt werden muss. Dafür sind Forstleute unverzichtbar“. Die hohen Kosten für die Ausbildung der Kinder in der Akademie werden von BDF, BDF Sozialwerk, Bayerischer Beamtenkrankenkasse – Versicherungsdienste Willi Jahn und Partner GmbH, Deutscher Beamtenversicherung DBV, Ergo Versicherungsgruppe, Freizeit und Outdoor – Melanie Rottensteiner, HDI – Gerling Vertriebsdirektion Nürnberg, Nürnberger Versicherungsgruppe, Sailer Baumschulen, Universa Versicherungen, VHV Versicherungsgruppe und von Wüstenrot gemeinsam getragen.
Wer ist die Stiftung „Plant-for-the-Planet“?
Motiviert von der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai starten die drei Geschwister Felix (9), Franziska (10) und Flurina (7) die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet in Deutschland und pflanzen mit Schülern in nur zwei Jahren eine Million Bäume. Zusammen mit den Kindern aus der ganzen Welt wollen sie eine Milliarde Bäume pflanzen. Weniger, um Förster zu werden (wobei dies ein sehr wichtiges Ziel wäre!), sondern vor allem um gehört zu werden. Jeder Baum ist ein Symbol für Klimagerechtigkeit. Kinder erfahren, dass sie sich weltweit vernetzen können, dass sie globale Probleme gemeinsam anpacken und dass sie ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen müssen. Aktives Engagement ist der Schlüssel für Zukunftsoptimismus. Bäume sind ihre Legitimation, Klimagerechtigkeit ihre Forderung. Damit halten sie den Mächtigen einen Spiegel vor.
 
 

Bund Deutscher Forstleute

 
BDF

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