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Bayerischer Masterplan Moore

Moore sind wichtige CO₂-Speicher und wertvolle Gebiete für die Artenvielfalt. Mit dem Masterplan Moore will Bayern diese kostbaren Lebensräume noch besser schützen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat am 13. Mai den Startschuss für das erste Umsetzungsprojekt des Masterplans Moore im Dattenhauser Ried gegeben.

Glauber: „Bayern soll klimasicher werden. Dafür sind viele Schritte notwendig. Intakte und wiedervernässte Moore sind kostbare CO₂-Tresore und Schwerpunkte der Artenvielfalt. Der Masterplan Moore ist unser Kompass beim Schutz der bayerischen Moorlandschaften. Das Dattenhauser Ried ist ein Leuchtturmprojekt für den Moorschutz. Die innovativen Maßnahmen dienen dem Klimaschutz und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Gleichzeitig wird eine landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht.“

Der Freistaat Bayern stellt in den nächsten fünf Jahren rund 2 Mio. € für Renaturierungsmaßnahmen im Dattenhauser Ried im Landkreis Dillingen zur Verfügung. Kofinanziert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Beispielsweise werden im Dattenhauser Ried zur Wiedervernässung Gräben eingestaut und Spundwände errichtet, um das Gebietswasser auf 70 ha im Moor zurückzuhalten.

Masterplan Moore

Im Zentrum des Masterplans Moore stehen nachhaltige Maßnahmen, die Eigentümer und Nutzer von Moorflächen auf freiwilliger Basis umsetzen. Kooperative Instrumente zum Moorschutz, die Klima-, Umwelt- und Naturschutz sowie eine klimaschonende Nutzung und Klimaanpassung im Blick haben, sollen ausgebaut und neu etabliert werden. Der Masterplan wird gemeinsam vom Bayerischen Umwelt- und vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium umgesetzt.

Moore in Bayern

Die Moore Bayerns nehmen zusammengefasst rund 220.000 ha ein. Seit 2008 wurden in Bayern auf insgesamt etwa 1.500 ha Moorfläche Maßnahmen zur Renaturierung durchgeführt. Dafür wurden in die Renaturierung von Mooren und die Begleituntersuchungen über 17 Mio. € investiert.

Die Wiedervernässung von Mooren ist dabei ein wichtiger Baustein im Bayerischen Klimaschutzprogramm 2050. Seit 2008 wurde durch die Maßnahmen in Bayern ein positiver Klimaeffekt von etwa 70.000 t Kohlendioxid erreicht. Zugleich werden einzigartige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.

Red./StMELF Bayern

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