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Bayerischer Bauernverband: Wald-Flächenstilllegungen sind Irrweg

Bayerischer Bauernverband: Wald-Flächenstilllegungen sind Irrweg

Im Internationalen Jahr der Wälder 2011 wollen der Bayerische Bauernverband (BBV), der Bayerische Waldbesitzerverband, der Bayerische Gemeindetag und der Bayerische Städtetag die herausragenden Leistungen der nachhaltigen Forstwirtschaft in Bayern betonen. Diese Botschaft soll politisch Verantwortlichen und Bürgern gleichermaßen bewusst gemacht werden. Nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung bieten Lösungen für die großen Herausforderungen der Zukunft wie den Klimawandel, die Energiepolitik oder die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum. Die rund 700.000 bayerischen Waldbesitzerfamilien pflegen und nutzen ihre Wälder seit Generationen verantwortungsbewusst und nachhaltig. Diese Lebensgrundlage gilt es zu erhalten.
Mit Stilllegungen auf dem Holzweg
Die Leistungen der Waldbauern stehen beim Großen Bayerischen Waldtag in Weißenburg am Freitag, 15. Juli, im Mittelpunkt: Im Bergwaldtheater werden die bayerischen Waldbesitzer deshalb einen Appell an Ministerpräsident Horst Seehofer und Forstminister Helmut Brunner übergeben. Dieser Weißenburger Appell soll deutlich machen, dass Flächenstillegungen der völlig falsche Weg sind, um eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Familienforstwirtschaft zu sichern.
Die Holzvorräte in den bayerischen Wäldern sind heute mit über einer Milliarde Kubikmeter so hoch wie noch nie. Die Waldfläche wächst stetig: seit 1977 um über 15.000 Hektar. Bayerns bewirtschaftete Wälder erfreuen sich außerdem einer großen Artenvielfalt. In 83 Prozent der Wälder wachsen mindestens zwei verschiedene Baumarten. Je nach Waldgesellschaft leben in Bayerns Wäldern zwischen 7.000 und 14.000 Tierarten und 4.000 bis 6.000 verschiedene Pflanzen. Diesen Artenreichtum dokumentieren unabhängige Untersuchungen, etwa die Bundeswaldinventur oder der Berichte des Bundesamts für Umwelt. Flächenstilllegungen sind deshalb nach Meinung des Bayerischen Bauernverbands und des Bayerischen Waldbesitzerverbands der falsche Weg, denn sie gefährden diesen Zustand.
Die Extensivierung der Waldbewirtschaftung oder gar die populistisch von Umweltschutzverbänden geforderte zwangsweise Flächenstilllegung im Wald ist darüber hinaus auch gesamt-ökologisch und volkswirtschaftlich gesehen äußerst schädlich. Durch nachhaltige Forstwirtschaft entstehen Wirtschaftskraft und Arbeit, gerade im ländlichen Raum. Jede Stillegung von zehn Hektar Wald bedeutet den Verlust von einem Arbeitsplatz, kritisiert der Bayerische Bauernverband die aktuellen Bestrebungen des Naturschutzes, zehn Prozent der Wälder stillzulegen. Statt dessen wollen die Waldbesitzer die Tradition verantwortungsvoller, nachhaltiger Waldbewirtschaftung erfolgreich fortsetzen.
Stolz auf Holz
Diese Vorteile des nachwachsenden und umweltfreundlichen Rohstoffs Holz will auch die neu gegründete Initiative „pro holz Bayern“ Politikern, Planern, Architekten, öffentlichen Entscheidungsträgern und Bürgern verstärkt ans Herz legen. Der Bayerische Bauernverband unterstützt „pro Holz Bayern“ und animiert seine Mitglieder sich für die Wertschätzung des Rohstoffs Holz einzusetzen. Nur wenn Wälder weiter nachhaltig genutzt werden dürfen, entsteht die notwendige Wertschöpfung für den Waldbesitzer. Genauso groß ist aber auch die Bedeutung für  holzverarbeitende Betriebe wie Sägewerke, Zimmereien und Schreinereien, die in vielen Gemeinden als Arbeitgeber nicht wegzudenken sind. Das Fazit des BBV: Unser Wald wird gebraucht. Wer heimisches Holz verwendet, tut Gutes für Mensch und Natur.
 
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Bayerischer Bauernverband

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