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Durch die Flächenbereitstellung für Bienenvölker sowie die Anlage neuer Blühflächen unterstützen die Bayerischen Staatsforsten die positiven Auswirkungen von Bienen auf den Lebensraum Wald.

Bayerische Staatsforsten schaffen Lebensraum für Insekten

In vielen staatlichen Forstrevieren sind in den vergangenen Monaten Blühflächen in der Größe von rund 185 Fußballfeldern entstanden. Damit schaffen die Förster neuen Lebensraum für Insekten. Mehr als 1 Mio. € setzen die Bayerischen Staatsforsten (BaySF), unterstützt vom Freistaat, dafür ein.

So unscheinbar klein viele der 30.000 bekannten Insektenarten in Deutschland sind, so enorm ist ihre Bedeutung für die Natur. Etwa 80 % aller Wild- und Kulturpflanzen werden von ihnen bestäubt. Damit die Insekten diese Aufgabe auch weiterhin erfüllen können, brauchen sie Lebensraum, den sie künftig vermehrt im Staatswald finden können.

Die arten- und strukturreichen Wälder in Bayern schaffen bereits heute einen Ausgleich zu Defiziten, wie sie vielerorts etwa durch die Versiegelung von Flächen entstehen. Die Wälder tragen so zum Erhalt der Biodiversität bei.

Neue Blühflächen für Insekten

Damit geben sich die BaySF aber nicht zufrieden. Überall in Bayern haben Förster in den letzten Wochen und Monaten neue Blühflächen angelegt. Hinzukommen werden noch Streuobstwiesen, blühende Waldränder und die Pflege bereits vorhandener seltener Offenlandbiotope, um einen möglichst wirksamen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität zu leisten. Im Rahmen des neuen Programms „Der Wald blüht auf“, das vom Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert wird, wurden somit gezielt neue Lebensräume für Insekten geschaffen. „Wir haben als größter Flächenbesitzer in Bayern Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität. Diese werden wir noch mehr als bisher wahrnehmen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BaySF, Martin Neumeyer.

Das Programm:

  • Die Förster haben auf über 500 Einzelflächen in 242 Revieren neue Blühflächen mit einer Gesamtfläche von 130 ha angelegt. Weitere 15 ha sind für die Aussaat im Herbst bereits vorbereitet.
  • Dafür haben sie über 3 t regionales Saatgut gesät.
  • Bis zum Herbst werden noch 15 ha Streuobstwiesen und blühende Waldsäume entstehen.
  • Außerdem pflegen die Förster bereits 9 ha wertvoller Offenlandbiotope, weitere 16 ha sind bis Herbst vorgesehen.

Neue Trittsteine der Biodiversität

Als „Trittsteine“ bezeichnen die Staatsförster die vielen tausend kleinen und größeren Flächen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit einer Vielzahl von seltenen Arten bereits heute als Lebensraum dienen und besondere Aufmerksamkeit und Schutz genießen. Neben diesen Sonderflächen trägt aber auch der naturnahe Waldbau der BaySF zu mehr Mischwäldern und mehr Baumarten sowie zur Schaffung neuer Strukturen und Lebensräume bei. Diese naturnahen Wälder bieten vielen Tierarten, besonders Insekten, einen wichtigen Rückzugsort und Lebensraum. „Überall in Bayern werden so neue Hotspots der Biodiversität entstehen“, unterstrich Neumeyer.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Internetseite der Bayerischen Staatsforsten zu finden.

BaySF
Auch in Zukunft wird das Ziel verfolgt, die Vielfalt an standörtlich angepassten, autochthonen Pflanzenarten zu erhalten. BaySF leisten so einen Beitrag gegen den dramatischen Rückgang der Insekten.

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