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Bayerische Staatsforsten erweitern Nasslagerkapazität

Bayerische Staatsforsten erweitern Nasslagerkapazität

Mit der Einweihung des Nasslagerplatzes Stillern im Forstbetrieb Landsberg durch Forstminister Helmut Brunner am 14. Juli haben die Bayerischen Staatsforsten ihre Nasslagerkapazität weiter erhöht.

Von der Erweiterung profitiert aber nicht nur der Staatsforst. Zwei Jahre haben die Planungen und Bauzeit gedauert, nun ist der neue, südwestlich vom Ammersee gelegene Nasslagerplatz fertig gestellt. 100.000 Kubikmeter Holz können im Katastrophenfall dort ohne Qualitätsverlust für bis zu fünf Jahre eingelagert werden. ; „Die Bayerischen Staatsforsten haben nach den letzten großen Sturmereignissen die richtigen Schlüsse gezogen und ein Nasslagerkonzept erarbeitet“, sagte Forstminister Helmut Brunner bei der Eröffnung. „Dieses wird nun konsequent umgesetzt.“ ; Auf den über ganz Bayern verteilten Nasslagerplätzen kann nach größeren Stürmen und Katastrophen im Wald das anfallende Holz eingelagert und bewässert werden. So kann nicht nur die Qualität des Holzes erhalten werden. „Wir entlasten damit auch die Märkte“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, „und verhindern so einen Preiseinbruch beim Frischholz, wie er früher nach Stürmen üblich war.“ Nach Niklas, dem letzten großen Sturm im Jahr 2015, habe dies bereits sehr gut funktioniert, so Neumeyer. Durch die schnelle Abfuhr des Schadholzes aus dem Wald wird zudem die Ausbreitung des Borkenkäfers erschwert. Auf den Einsatz chemischen Schutzmitteln kann verzichtet werden. Das Wasser verhindert auf natürlichem Wege die Vermehrung von Schadinsekten und Pilzen. ; Der Nasslagerplatz ist zwar von den Bayerischen Staatsforsten geplant und errichtet worden. „Unser Konzept sieht aber vor, dass auch Holz von kommunalem oder privaten Wäldern in Stillern eingelagert werden kann“, sagt der Landsberger Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, Robert Bocksberger. Im Krisenfall ist die Kooperation über Waldbesitzgrenzen hinweg wichtig für den Erfolg.

„Holz der kurzen Wege“

Das neue Nasslager trägt dazu bei, den wertvollen Rohstoff Holz für die regionale Sägeindustrie zu erhalten („Holz der kurzen Wege“). Durch die Einlagerung kann das Holz den regionalen Kunden in hoher Qualität Zug um Zug nach einem Schadereignis zur Verfügung gestellt werden. Somit bleibt die Wertschöpfung aus der Holzverarbeitung und -bearbeitung in der Region.   Daten zum Nasslagerkonzept   Nasslagerverteilung über ganz Bayern bisherige Lagerkapazität von 1,4 Mio. Fm Rundholz, Ziel bis 2020: Steigerung der Kapazität auf 2 Mio. Fm Rundholz (zum Vergleich: jährliche Holzernte BaySF beträgt etwa 5 Mio. Fm); Standorte auf Flächen der BaySF, angepachteten Flächen, bei Privatwaldbesitzern und bei Kunden.   Daten zum Nasslager „Stillern“: Lagerkapazität 100.000 Fm Rundholz, Flächengröße: 10.000 m2, max. Wasserförderung und -versickerung 130 l/s, etwa 3.000 lfm LKW-fahrbare Straßen; Investition etwa 800.000 €.

BaySF

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