ABO
Die Bauwirtschaft wird in den Jahren 2020 und 2021 jeweils nominal um mehr als 6 %, real um rund 3 % zulegen, so das DIW Berlin im aktuellen Bericht.

Bauwirtschaft wächst stärker als die deutsche Gesamtwirtschaft

Die Bauwirtschaft wird in den Jahren 2020 und 2021 jeweils nominal um mehr als 6 %, real um rund 3 % zulegen. Eckpfeiler des Aufwärtstrends bleibt der Wohnungsbau, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Wochenbericht 1+2/2020.

Die Bauwirtschaft ist und bleibt eine Stütze der Konjunktur in Deutschland. Im Jahr 2019 ist das Bauvolumen nominal um 8,7 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In diesem und im kommenden Jahre dürften die Umsätze des Baugewerbes und seiner angrenzenden Bereiche nominal um rund 6,5 % bzw. knapp 6 % zulegen. Zu diesem Ergebnis kommen die Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zum Bauvolumen in Deutschland.

Das Wachstum der Bauwirtschaft schlägt sich wie schon in den vergangenen Jahren in steigenden Preisen nieder, die in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich um jeweils mehr als 3 % zulegen dürften.

Wohnungsbau weiter dynamisch, Wirtschaftsbau schwächer

Das Wohnungsbauvolumen wird nach einem Plus von 8,8 % im Jahr 2019 um rund 8 % in diesem Jahr und gut 6 % im Jahr 2021 steigen, prognostizieren die Studienautoren. Der Wohnungsneubau entwickelt sich den Berechnungen zufolge deutlich besser als die Bauleistungen an bestehenden Gebäuden.

Aber auch der öffentliche Bau, der zwar nur ein Fünftel so groß ist wie der Wohnungsbau, hat mit einer Steigerung von mehr als 10 % im Jahr 2019 die Bauwirtschaft gestützt und wird dies nach den Berechnungen auch in den kommenden Jahren tun. Schwächer entwickelt sich der Wirtschaftsbau, der 2020 und 2021 nominal nur um gut 4 % wachsen wird.

Red./DIW Berlin

Auch interessant

von