Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Bauwirtschaft: Vom Rekordjahr in die Stagnation

Das Jahr 2011 wird für die Bauwirtschaft zu einem Rekordjahr werden. Das haben Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ergeben. Mit einem Zuwachs von real mehr als 5 % wird 2011 zu den wachstumsstärksten Jahren seit der Wiedervereinigung zählen. Das starke Wachstum wird sich im kommenden Jahr jedoch nicht wiederholen.
Für 2012 prognostizieren die DIW-Experten für Bauwirtschaft Martin Gornig und Hendrik Hagedorn im aktuellen Wochenbericht eine Stagnation auf hohem Niveau. „Im laufenden Jahr haben Konjunktur, Konjunkturprogramme und Witterungsbedingungen den Bauboom gemeinsam angekurbelt. Im kommenden Jahr rechnen wir jedoch – unter anderem wegen der noch unklaren Abschreibungsmöglichkeiten für energetische Sanierungen – mit mehr Zurückhaltung“, so das Fazit der Forscher.

Für das Gesamtjahr 2011 prognostizieren die Autoren  einen Zuwachs des Bauvolumens um nominal fast 8 %. Preisbereinigt werde das Plus bei etwa 5,1 % liegen. Das Bauvolumen für 2011 fällt vor allem im Vergleich zum Vorjahr außerordentlich hoch aus.

So positiv werde es allerdings nicht weitergehen. „Im Jahr 2012 wird die Bauwirtschaft voraussichtlich eine Wachstumspause einlegen“, sagt Gornig. „Das Bauvolumen wird real nicht höher liegen als in diesem Jahr.“ Zum einen sei dies auf das Auslaufen der Konjunkturprogramme zurückzuführen, zum anderen spiele die Zurückhaltung bei energetischen Sanierungen im Wohnungsbau eine große Rolle.

Insgesamt rechnen die DIW Experten daher für das reale Bauvolumen 2012 mit einer Stagnation. Neben der Abschwächung der Konjunktur in Deutschland spielt insbesondere die Unsicherheit bei der Förderung der energetischen Sanierung eine Rolle.

DIW Berlin

Auch interessant

von