Holzverkauf und Holzpreise

Bauwirtschaft startet verhalten in das neue Jahr

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die Bauwirtschaft ist nicht so dynamisch ins Baujahr 2021 gestartet wie im Vorjahr. So hat im Januar der Umsatz im Wohnungsbau um 26 % zum Vorjahresmonat nachgegeben, teilt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) mit.

Hier zeige sich, dass es im Dezember im Wohnungsbau wegen der auslaufenden Absenkung der Mehrwertsteuer einen deutlichen Vorzieheffekt gegeben habe. Viele Bauvorhaben wurden noch fertiggestellt und abgerechnet. Das Pendel schlage jetzt zurück, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen zur Baukonjunktur im Januar 2021.

Hinzu kommt ein Rückgang der geleisteten Stunden insgesamt um knapp 20 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Obwohl der Auftragsbestand insgesamt ein Rekordniveau habe, haben das Winterwetter und zwei Arbeitstage weniger hier zu Buche geschlagen.

So meldet das Statistische Bundesamt für Januar saison- und kalenderbereinigt einen gegenüber Dezember 2020 um 2 % höheren realen (preisbereinigten) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe. Im Vergleich zum Januar 2020 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Januar 2021 um 1,5 % höher.

Auftragseingang auf Vorjahresniveau

Mit rund 6,4 Mrd. € lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Januar 2021 nominal (nicht preisbereinigt) 1,2 % niedriger als im Januar 2020. Bei diesem Rückgang sei zu beachten, dass den Baufirmen im Vergleich zum Januar 2020, wie oben erwähnt, zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen. Beachtlich ist zudem, dass der Auftragseingang trotz der Corona-Krise praktisch noch auf Vorjahresniveau liegt, als das Auftragsvolumen noch nicht durch die Corona-Pandemie gezeichnet war.

Angesicht des hohen Auftragsbestands geht der ZDB davon aus, dass die Bautätigkeit in den kommenden Monaten wieder intensivieren wird.

Wirtschaftsbau hängt an Corona

Auch im Wirtschaftshochbau sehe man zu Beginn des Jahres, mit einem Plus von knapp 3 %, wieder etwas Belebung nach der verhaltenen Entwicklung im Vorjahr. Ob das angesichts der Einschnitte wegen der dritten Corona-Welle so bleibt, werde man erst in den kommenden Monaten sehen, so Pakleppa.

Die Auftragseingänge der öffentlichen Hand liegen mit 1,8 Mrd. € im Januar rund 8 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte nach den Daten des Statistischen Bundesamtes im Januar in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten insgesamt ca. 4,2 Mrd. € und damit ein Minus von ca. 14 %.

Quellen: ZDB/Destatis