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Bauvolumen auch 2011 stabil

Bauvolumen auch 2011 stabil

In einer aktuellen Studie hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin untersucht, wo die Milliarden aus den Konjunkturpaketen geblieben sind. Ergebnis: Ein großer Teil der Fördermittel kam erst 2010 in der Bauwirtschaft an. Für dieses Jahr erwarten die Wirtschaftsforscher einen realen Zuwachs des Bauvolumens von 2 %.
Die Abwicklung der Konjunkturprogramme verteilt sich auf drei Jahre. Entsprechend bleiben die Wachstumsimpulse im öffentlichen Bau im Jahr 2010 hinter den Erwartungen zurück. Die von den Konjunkturprogrammen angestoßenen Bauinvestitionen fallen 2010 deutlich geringer aus als erwartet: Sie belaufen sich 2010 auf 33,2 Mrd. € und liegen somit nur 3,5 Mrd. über der Marke des Jahres 2008. Bei einem Fördervolumen von rund 20 Mrd. € sei das recht bescheiden, so die Experten vom DIW.

Ein Vergleich der Genehmigungen für öffentliche und private Bauprojekte zeigt zudem, dass die Konjunkturprogramme auch zu Preisanstiegen geführt haben. So haben sich die Preise im privatwirtschaftlichen Nichtwohnungsbau kaum verändert, während sie für öffentliche Auftraggebern seit dem zweiten Konjunkturpaket um bis zu 30 % gestiegen sind.

Durch die Verzögerung der Ausgaben werden auch im Jahr 2011 noch große Teile der Konjunkturmittel zur Verfügung stehen. Der befürchtete Einbruch im öffentlichen Bau werde daher ausbleiben. Für 2011 erwarten die DIW-Forscher einen realen Zuwachs der Bauproduktion von 0,5 %, getragen vor allem von der guten Entwicklung im Wohnungs- und Wirtschaftsbau.

DIW

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