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Bautätigkeit in Deutschland über Jahre zu gering

Bautätigkeit in Deutschland über Jahre zu gering

Die Bautätigkeit ist in den letzten Jahren stark rückläufig und zu gering gewesen. Sie lag unter dem Niveau, welches das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung in seiner Wohnungsmarktprognose 2025 für nachhaltig erforderlich hält. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrem Raumordnungsbericht 2011, den sie als Unterrichtung (17/8360) vorgelegt hat.

Folge dieser „über Jahre zu geringen Bautätigkeit“ sei ein stagnierendes und zuletzt sogar schrumpfendes Wohnungsangebot gewesen. Diese Entwicklung trage zur Verknappung in immer mehr regionalen Teilmärkten bei. Die Wohnungsbautätigkeit ziehe jedoch seit 2009 wieder an: Im Jahr 2010 seien rund 160000 Wohnungen fertiggestellt worden. Die Baugenehmigungszahlen für 2011 seien weiter „sehr positiv“. Diese seien in den ersten drei Quartalen rund 22 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen. Es sei jedoch schwer abzuschätzen, ob die Angebotsentwicklung kurzfristig mit der Nachfrage Schritt halten könne.

In den letzten Jahren habe sich auch der Zuwachs an Siedlung- und Verkehrsflächen weiter abgeschwächt, heißt es in der Unterrichtung. Im Zeitraum 2007 bis 2010 hätten diese Flächen insgesamt rund 2,7 % zugenommen, im Mittel um 87 ha pro Tag. Die tägliche Zunahme der Gebäude- und Waldflächen weise einen stetigen Rückgang auf und sei in diesem Zeitraum auf 30 ha gesunken. Die Verkehrsflächen würden bundesweit seit Anfang der 1990 Jahre gleichmäßig mit rund 23 ha pro Tag wachsen.

Die Bundesregierung betont in diesem Zusammenhang, dass sie gemäß der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke bis zum Jahr 2020 auf 30 ha pro Tag begrenzen will.
 

Deutscher Bundestag/PuK

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