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Baumschultag 2016: Klima und Markt im Wandel

Baumschultag 2016: Klima und Markt im Wandel

Knapp 500 Baumschulprofis aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden trafen sich im Februar in den Mainfrankensälen und informierten sich angesichts des Klimawandels über „Zukunftsbäume“. Auch Praxistipps für Kunden wurden dabei ausgetauscht.

Ob Straßenbaum, Parkbaum oder Hausbaum – Bäume wie ihn Baumschulgärtner produzieren, benötigen viele Jahre, bis aus einem Samen oder einer Veredelung ein pflanzfertiges Exemplar geworden ist. Deswegen ist es für Gärtner dringend geboten, sich unter den schon heute erfahrbaren Anzeichen eines Klimawandels rechtzeitig Gedanken über dann noch gedeihende Baumarten von morgen zu machen.
Darauf schwor der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Dr. Hermann Kolesch, die Zuhörer des 23. Veitshöchheimer Baumschultags bereits in seiner Begrüßungsansprache ein. Er verwies auf ein derzeit in Veitshöchheim stattfindendes Sonderforschungsprojekt mit dem Titel „Stadtgrün 2021“ bei dem es darum geht, 20 verschiedene Baumarten auf ihre Tauglichkeit als klimafeste Zukunftsbäume hin zu testen. Bisherige Stadtbäume, wie z.B. Ahorne und Eichen, Kastanien und Linden, werden nämlich zunehmend von Hitze und Trockenheit, Krankheiten und Schädlingen geplagt. Daher grübelt die Fachwelt derzeit darüber, wie sie künftig erforderlichenfalls durch widerstandsfähigeres Stadtgrün zu ergänzen oder zu ersetzen seien.
Ergebnisse aus der LWG-Baumschule
Über die derzeitigen Top 20 solcher Zukunftsbäume hinaus, testet die LWG an der Landesanstalt in Veitshöchheim aber auch mit namhaften Baumschulen zusammen weitere neue, insgesamt 250 vermutlich zukunftstaugliche Stadtbaumarten auf ihre Praxistauglichkeit, beispielsweise Hitze- und Trockenheitsbeständigkeit. So etwa bereits zwei- und dreimal verpflanzte Klimabäume. Zudem berichteten die Experten über die Erfahrungen mit Hausbaum-Arten im vergangenen Sommer mit über 40 °C Hitze und extrem langer Trockenzeit.
Angesichts solcher wissenschaftlicher Impulse für die Zukunft der Gartenbaubranche, verwies Dr. Kolesch auch auf ganz menschliche, wie sie alljährlich aus Veitshöchheim kommen – in Form dort ausgebildeter Gärtnermeister und Gartenbautechniker.
Deren Bedeutung unterstrich vom bayerischen Landesverband des Bund Deutscher Baumschulen deren Vorsitzender, Michael Kutter aus Memmingen: Zum dritten Mal in Folge wurden in Veitshöchheim 15 Gärtner zu Baumschulmeistern ausgebildet.
Am Nachmittag stellten 15 angehende Baumschul-Gärtnermeister zukunftsträchtige Gehölze für das Sortiment von Baumschulen und Gartencentern vor. Dr. Susanne Böll stellte das Projekt Stadtgrün 2012 mit den neuen Stadtbaumarten vor.
 

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