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Allein in den Städten fehlen mehrere Millionen Bäume, die abgeholzt und nicht nachgepflanzt wurden.

Baumschulen fordern 5 % der Bausumme für lebendiges Grün

Am 20. September will die Bundesregierung ihr großes Klimapaket beschließen. Dieses soll sicherstellen, dass Deutschland seine Klimaziele bis 2030 erreicht. Der Bund deutscher Baumschulen fordert, dass im zu beschließenden Maßnahmenpaket die Aufpflanzung von Gehölzen in der Stadt und in der freien Natur enthalten sein muss.

Allein in den Städten fehlen mehrere Millionen Bäume, die abgeholzt und nicht nachgepflanzt wurden. Dabei verarbeitet beispielsweise eine 20 m hohe Buche 18 kg Kohlendioxid an einem einzigen Sonnentag. Etwa 3 Mio. Bäume würden jährlich bei 120 Sonnentagen also 6,5 Mio. t Kohlendioxid (CO₂) binden. Weiterhin zu fördern ist die Fassadenbegrünung mit Schlingpflanzen, z.B. Efeu, die neben der CO₂-Bindung auch eine Isolierwirkung für Gebäude mit sich bringt. Begrünte Dächer und Fassaden sorgen an heißen Tagen für kühlere Temperaturen im Gebäude, die Temperaturunterschiede liegen hierbei zwischen 4 bis 8 °C. Als Nebeneffekt würde sich dadurch auch der Gebrauch von Klimaanlagen verringern können, was wiederum den Energieumsatz reduziert.

BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl: „Wir fordern, künftig 5 % der Bausumme für lebendiges Grün gesetzlich vorzuschreiben. Dies soll sowohl für private als auch für öffentliche Bauherren gelten. Mit diesen Maßgaben würden wir große Schritte in Richtung Erreichung der Klimaziele 2030 machen.“

 

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. ist die berufsständische Vereinigung und Interessenvertretung der Baumschulen. Ihm sind rund 1.000 Betriebe angeschlossen. Die Branche kultiviert Gehölze auf aktuell weit über 20.000 ha mit einem jährlichen Produktionswert von über 1. Mrd. €. Auf Landesebene ist der BdB in 15 Landesverbände unterteilt.

Red./BdB

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