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Bauministerkonferenz: Holzwirtschaft begrüßt baurechtliche Fortschritte

Die Änderung der Musterbauordnung legte im vergangenen Jahr den Grundstein dafür , dass Holz u.a. auch für tragende Bauteile mit höheren Brandschutzanforderungen verwendet werden kann. Auf der jüngsten Bauministerkonferenz, die am 24. und 25. September tagte, ging es, was den Holzbau betrifft, um die Verwendung ökologischer Dämmstoffe und weitere Folgeänderungen.

Die Konferenz bekräftigt die Wichtigkeit nachhaltiger ökologischer Baustoffe als einen vergleichsweise einfachen Beitrag, Ressourcen und das Klima zu schützen. Allerdings können brennbare Baustoffe bei falscher Verwendung zum Sicherheitsrisiko werden. „Wir wollen nicht, dass der gute Ruf ökologischer Baustoffe durch Schäden aufgrund nicht hinreichender Sicherheitsvorkehrungen leidet“, so der Vorsitzende der Bauministerkonferenz, Thüringens Infrastrukturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff.

Wichtig sei daher, dass die Muster-Holzbau-Richtlinie, die die Details für die Verwendung von Holz beschreibt, schnell in Kraft gesetzt werden könne. Weitere Erkenntnisse, die eine noch umfangreichere Verwendung von Holz ermöglichen sollen, werden von verschiedenen laufenden Forschungsvorhaben erwartet.

Holzwirtschaft begrüßt Fortschritte

Zu Beginn der Bauministerkonferenz in Weimar erinnerte die Deutsche Holzwirtschaft daran, dass das klimafreundliche Bauen mit Holz den konventionellen Bauweisen baurechtlich nach wie vor nicht gleichgestellt sei. „Wir begrüßen die Beschlüsse der Bauministerkonferenz zum Abbau von Hemmnissen im Baurecht und die zügige Umsetzung in den Ländern – für einen fairen Wettbewerb bedarf es jedoch weiterer Schritte“, so Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR).

Holzrahmenbau in Klasse 5 nicht geregelt

Die von der Bauministerkonferenz auf den Weg gebrachte Muster-Holzbau-Richtlinie regelt das Bauen mit Holz neu. So kann nach Einführung der Richtlinie in den Gebäudeklassen 4 und 5 mit Holz gebaut werden. Ein Wermutstropfen bleibe aber: Die weit verbreitete und praxiserprobte Holzrahmenbauweise ist in der Gebäudeklasse 5, das sind Gebäude über 13 m Höhe, nicht geregelt. Dies betreffe insbesondere die Aufstockung von Bestandsgebäuden, für die diese Leichtbauweise prädestiniert sei.

DHWR: Holzbau gleichstellen!

Die Richtlinie bilde nicht den Stand der Technik und Wissenschaft ab. Der DHWR fordert daher, die von der Bauministerkonferenz angekündigte Projektgruppe Holzbau zeitnah einzusetzen und mit der Novellierung der Muster-Holzbau-Richtlinie zu beginnen. „Erst wenn die Politik die möglichen und praxiserprobten Bauweisen gleichbehandelt und das klimaschonende Bauen mit Holz den konventionellen Bauweisen baurechtlich ebenbürtig stellt, ist ein wirklich fairer Wettbewerb gewährleistet“, so Rathke.

Häuser nachhaltig errichten

Angesichts der europaweit angestrebten Klimaneutralität bis 2050 sei es nun besonders wichtig, nachhaltige und klimafreundliche Wirtschaftsweisen zu fördern. Dies ließe sich umsetzen, indem man die Ökobilanz als Grundlage der Bewertung von Gebäuden und für die Vergabe von Fördermitteln heranzöge, fordert der DHWR-Präsident. „Die Produktion vieler Bauprodukte setzt große Mengen CO2 frei. Aber Klimaschutz fängt nicht erst nach dem Bauen an“, so Rathke abschließend. „Wir müssen uns überlegen, ob wir weitermachen wollen wie bisher oder ob wir in Zukunft unsere Häuser nachhaltiger errichten.“

BMK/DHWR/Red.

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