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Bauhauptgewerbe: ifo Geschäftsklimaindikator im August auf Allzeithoch

Nach den Ergebnissen der ifo Konjunkturumfrage kletterte der Geschäftsklimaindikator für das Bauhauptgewerbe im August 2017 auf ein neues Allzeithoch.

Nach Einschätzung der befragten Firmen haben sich gegenüber Juli sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Perspektiven für die kommenden sechs Monate verbessert. Der Ausnutzungsgrad der Maschinen sank zwar um 0,3 Punkte auf 77,5 %; er lag jedoch weiterhin klar über dem Vorjahreswert. Knapp 30 % der Befragungsteilnehmer meldeten Behinderungen bei der Bautätigkeit. Dabei klagten mit 15 % so viele Umfrageteilnehmer über Arbeitskräftemangel wie noch nie. Tatsächlich nimmt die Nachfrage nach Bauleistungen – auf hohem Niveau – weiter zu.

Laut Statistischem Bundesamt konnten die Umsätze bei den Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten im ersten Halbjahr 2017 nominal um rund ein Zehntel gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zulegen.

Gleichzeitig ergab sich ein Plus von 5,5 % beim Auftragseingang. Im Rahmen der ifo-Befragung stiegen die Auftragsreserven im Durchschnitt der Bausparten auf 3,7 Monate (August 2016: 3,4 Monate). Per saldo bezeichneten 15 % der befragten Unternehmen ihren Auftragsbestand als verhältnismäßig groß; vor einem Jahr überwog dagegen noch knapp der Anteil der Stimmen, die zu geringe Auftragspolster monierten.

Im Hochbau erreichte der Geschäftsklimaindikator ein neues Rekordniveau. Der Lagewert verfehlte im August die Marke von + 30 Saldenpunkten nur knapp, wohingegen der langfristige Durchschnitt bei – 26 Saldenpunkten liegt. Der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten stieg minimal auf 77,7 % (August 2016: 75,8 %). Die Reichweite der Auftragsbestände betrug im gewerblichen Hochbau 4,0 Monate, im Wohnungsbau 3,5 Monate und im öffentlichen Hochbau 3,1 Monate. Im Durchschnitt der Hochbausparten erhöhten sich die Auftragsreserven auf 3,6 Monate und lagen somit leicht über dem Vorjahreswert.

Auch im Tiefbau war das Geschäftsklima seit der Wiedervereinigung noch nie so ausgezeichnet. Allerdings ließ die Zuversicht hinsichtlich des Geschäftsverlaufs in der nahen Zukunft in beiden Teilsparten etwas nach. Im Durchschnitt der Tiefbausparten reichten die Auftragsreserven für 3,8 Monate.

ifo Institut/Red.

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