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Bauen mit Holz auch für Hochhäuser sicher

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Das Bauen mit Holz ist auch für höhere Gebäude als Ein- oder Zweifamilienhäuser sicher und ohne weiteres möglich. Das erklärte jetzt der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Das vor kurzem abgeschlossene Forschungsprojekt „Entwicklung einer Richtlinie für Konstruktionen in Holzbauweise in den Gebäudeklassen 4 und 5 gemäß der Landesbauordnung Baden-Württemberg“ (HolzbauRLBW) habe gezeigt, dass Holz- und Holzhybridbauweisen im Brandfall auch in den Gebäudeklassen 4 und 5 mindestens ebenso geeignet seien wie andere Baustoffweisen, so Hauk.

Holz im Brandfall ebenbürtig

Die Gebäudeklasse 4 umfasst Gebäude ab einer Höhe von 7m bis zu 13 m, wobei hier als Höhe die Fußbodenoberkante des obersten Wohngeschosses gilt. Noch höhere Gebäude fallen in die Gebäudeklasse 5.

Mit der Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg 2015 wurden in Baden-Württemberg baurechtskonform Bauvorhaben in Holzbauweise bis zur Hochhausgrenze (22 m) möglich.

In dem Forschungsprojekt HolzbauRLBW wurden in Abstimmung mit der Obersten Bauaufsicht des Landes Baden-Württemberg vorrangig praxisübliche Bauteilanschlüsse hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit im Sinne der Landesbauordnung untersucht und weiterentwickelt. Die Ergebnisse zeigten, dass moderne Holzbauanschlüsse für Bauvorhaben in den Gebäudeklassen 4 und 5 im Vergleich zu üblichen bautechnischen Lösungen in Bezug auf die Rauchdichtheit gleichermaßen sicher seien.

Ergebnisse fließen in Baurecht ein

Der Forschungsbericht der Projektgruppe aus der TU München, der Hochschule Magdeburg Stendal und der Hochschule Rottenburg soll nun Eingang in die Technischen Baubestimmungen in Form einer noch zu erarbeitenden technischen Richtlinie oder technischen Norm finden.

Weitere Informationen unter www.holzbauoffensivebw.de.

Quelle: MLR