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Ein Braunbär schaut durch das Gebüsch. Foto: Naturefund/Dr. H. Fried

Bäume für Bären

In einem europäischen Gemeinschaftsprojekt pflanzte Naturefund zusammen mit EURid (European Registry of Internet Domain Names) und FAPAS (Fondo para la Protección de los Animales Salvajes, Stiftung für den Schutz der Wildtiere) Anfang Dezember 320 Wildfruchtbäume in den kantabrischen Bergen Spaniens. Ziel der Aufforstung ist, die Ernährungssitutation der letzten spanischen Bärenpopulation zu verbessern.
In den kantrabrischen Bergen im Norden von Spanien lebt eine kleine Population von etwa 200 Braunbären. Es sind die letzten Braunbären Spaniens. Noch in den 1990er Jahren lag ihr Bestand bei weniger als 80 Tieren. Dank des Einsatzes von Bärenschützern, allen voran FAPAS, gelang es in den letzten Jahren, die Wilderei zurückzudrängen. Der Bärenbestand hat sich seitdem mehr als verdoppelt.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die gezielte Anpflanzung von Wildfruchtbäumen, wie Kastanie oder Wildapfel, die ganz oben auf dem Speiseplan der Bären stehen. Dank der verbesserten Ernährungssitutation ziehen Bärinnen mittlerweile ihre Jungen in Gebieten groß, in denen es Jahrzehnte lang keinen Bärennachwuchs gab.
Zustande kam das Aufforstungsprojekt dank einer europäischen Kooperation: Naturefund pflanzt jedes Jahr zusammen mit EURid in verschiedenen europäischen Projekten Bäume. EURid verwaltet im Auftrag der Europäischen Kommission die .eu-Domains. Das gemeinsame Ziel beider Organisationen ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und den Erhalt der Artenvielfalt zu fördern. 2014 fiel die Wahl auf FAPAS und die Aufforstung zum Erhalt der spanischen Braunbären.
Katja Wiese, Geschäftsführerin von Naturefund: „Ich freue mich sehr über die langfristige Partnerschaft mit EURid, die es uns ermöglicht, an verschiedenen Orten in Europa mit verschiedenen Partnern Bäume zu pflanzen. So leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärken auch das Europäische Netzwerk der Klimaaktivisten.“
Naturefund
Ein Braunbär schaut durch das Gebüsch. Foto: Naturefund/Dr. H. Fried Blick auf die kantabrischen Berge

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