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Baden-Württemberg: Waldbesitzer diskutieren Holzvermarktung

Am 7.12.2011 haben sich die Spitzenvertreter der baden-württembergischen Waldbesitzer in Aalen getroffen. Die Forstkammer tagte auf Einladung von Landrat Klaus Pavel im Landratsamt. Diskutiert wurde auch die Zukunft der Holzvermarktung für über 10000 Kleinwaldbesitzer im Ostalbkreis.

Die Zukunft der Holzvermarktung sei eine der großen forstpolitischen Baustellen in Baden-Württemberg, meinten Landrat Klaus Pavel und Forstkammer-Präsident Roland Burger. Gerade im Kleinprivatwald führten Konzentrationsprozesse in der Holzwirtschaft und Verringerung der staatlichen Betreuungsleistung zwangsläufig zu Veränderungsprozessen. „Hier können und müssen die Zusammenschlüsse eine aktivere Rolle in der Mobilisierung und Information der Waldbesitzer übernehmen“, forderte Burger.

Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwäbischer Limes (FSL) als einer dieser Zusammenschlüsse vermarktet Holz von Kleinprivatwaldbesitzern im ganzen Landkreis. Gemeinsam mit der Forstverwaltung sollen auch größere Forstbetriebe von der Organisation überzeugt werden, so der Vorsitzende Gotthilf Fischer und der Geschäftsführer Helmut Stanzel.

Eine Chance sahen die Forstkammer-Vertreter auch in der Weiterentwicklung der Waldgenossenschaften. Diese bewirtschaftet den Wald flächenübergreifend. „Gerade im Ostalbkreis spielen die Waldgenossenschaften historisch eine große Rolle“, bestätigte Landrat Pavel. Für Waldbesitzer, die sich zeitlich nicht mehr selbst um ihren Wald kümmern können, könne es interessant sein, sich freiwillig einer Waldgenossenschaft anzuschließen. Die Forstkammer habe daher Fördermittel beantragt, um die Grundlagen für die Erweiterung und Neugründung von Waldgenossenschaften zu erarbeiten. Mit ersten Ergebnissen sei Ende 2012 zu rechnen.  
Forstkammer Baden-Württemberg

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