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Baden-Württemberg: Sturmholzmengen für den Holzmarkt keine Belastung

„Das Orkantief Niklas hat landesweit nur verhältnismäßig geringe Schäden im Wald verursacht. Insgesamt sind nach ersten sehr groben Schätzungen etwa 300.000 m³ Sturmholz im gesamten Wald in Baden-Württemberg angefallen. Dies entspricht ungefähr 3 % des normalen jährlichen Holzeinschlages. Großflächige Schäden sind zum Glück nicht entstanden. Der Sturm hat vor allem einzelne Bäume oder Baumgruppen geworfen“, sagte der baden-württembergische Landesforstpräsident Max Reger am 2. April in Stuttgart.
Keine Belastung für den Holzmarkt
Die bisher bekannten Sturmholzmengen sind für den Holzmarkt keinerlei Belastung, das Holz kann zu größten Teilen unverändert als Bauholz genutzt werden. Die Mengen können problemlos vermarktet werden. Derzeit herrscht glücklicherweise eine gute Mengennachfrage am Holzmarkt.
„Wir können aber noch keine abschließende Bilanz ziehen. Derzeit sind die Forstleute, Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter damit beschäftigt die Waldwege von umgestürzten Bäumen zu befreien“, betonte Reger.
Sturmwurfflächen meiden
In den nächsten Tagen sollten Waldgebiete nur mit besonderer Vorsicht betreten werden. Sturmwurfflächen müssen unbedingt gemieden werden. Durch den Sturm abgebrochene, in den Gipfeln der Bäume lose hängende Äste können auch bei leichtem Wind plötzlich herunterfallen. Ebenso können vorgeschädigte Bäume oder Äste plötzlich brechen und herabstürzen.
Aufarbeitung der Schäden
„Bei der Aufarbeitung der Schäden in den Wäldern muss sehr sorgfältig vorgegangen werden. Dies ist Arbeit für die Profis“, warnte Reger. Waldbesitzende werden aufgefordert in den nächsten Tagen ihre Wälder zu kontrollieren und das Sturmholz rasch aufzuarbeiten. „Sturmholz ist ein idealer Lebensraum für Borkenkäfer. Wir sollten deshalb gemeinsam rasch die Schäden beseitigen, um damit unsere Wälder zu schützen“, ergänzte der Landesforstpräsident.

 

MLR Baden-Württemberg

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