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Baden-Württemberg: Staatsforst versteht sich als „Motor der Energiewende“

„Zum Gelingen der Energiewende leistet auch der Staatsforst seinen Beitrag. Der Landesbetrieb ForstBW widmet sich intensiv der Frage der Vermarktung geeigneter Flächen im Staatswald für die Windkraftnutzung und hat die Verpachtung von Flächen in diesem Jahr kraftvoll vorangetrieben. Der Staatsforst versteht sich zu Recht als einer der Motoren der Energiewende“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde. Der Minister übergab am 14.12.2012 in Stuttgart den Stadtwerken Heidenheim den Gestattungsvertrag für den Staatswaldstandort „Falkenberg“ bei Bartholomä (Ostalbkreis).
ForstBW hat für die Bewertung von Pachtangeboten ein eigenes Verfahren entwickelt, das die im Windenergieerlass Baden-Württemberg genannten Vergabekriterien ausfüllt. Der Windenergieerlass sieht allgemein vor, dass bei der Vergabe von landeseigenen Grundstücken auch die Beteiligung der ansässigen Bürger sowie die regionale und kommunale Wertschöpfung als Vergabekriterien berücksichtigt werden.
Bei der Verpachtung des Standorts in Bartholomä hatte sich unter 18 Mitbewerbern am Ende das Angebot der Stadtwerke Heidenheim AG durchgesetzt. Die Stadtwerke hatten hierfür mit der Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG, der Stadtwerke Amberg GmbH, der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH, der Stadtwerke Tübingen GmbH und der WEBW Windenergie Baden-Württemberg GmbH kooperiert.
Der Abschluss eines Pachtvertrags ist für den Projektierer in der Regel der erste Schritt einer Standortsicherung, dem weitere Planungsschritte folgen, ehe die konkreten baulichen Investitionen in Angriff genommen werden können. Im Hinblick auf die Bürgerbeteiligung sieht das Angebot die Übertragung an eine Betreibergesellschaft vor, an der sich Stadtwerke, Kommunen und Bürger zum Beispiel in Form einer Genossenschaft beteiligen können. Zudem wird erwogen, bei der regionalen Sparkasse einen Energiesparbrief anzulegen, der den Bürgern die Möglichkeit gibt, sich ohne Risiko und mit einer festen Verzinsung am Windpark zu beteiligen.
Der Landesbetrieb ForstBW hat in den vergangenen Monaten fünf Standorte einer Verpachtung zugeführt, auf denen nach gegenwärtiger Planung mehr als 30 Windkraftanlagen errichtet werden könnten.
 
MLRV Baden-Württemberg

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