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Moorschutz-Großprojekt in Baden-Württemberg

Moorschutz-Großprojekt in Baden-Württemberg

„Intakte Moore sind wichtige Lebensräume seltener und gefährdeter Arten, haben eine besondere Bedeutung für den Grundwasserschutz und sind bedeutsame Kohlenstoffspeicher. Moore speichern mehr Kohlendioxid als Wälder und spielen daher eine zentrale Rolle für den Klimaschutz. Grundsätzlich gilt: Moorschutz ist Klimaschutz“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am 21. Oktober bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides zur Verlängerung des Naturschutzgroßprojektes Pfrunger-Burgweiler Ried in Wilhelmsdorf (Landkreis Ravensburg). Der Minister würdigte dabei die erfolgreiche Arbeit der Riedstiftung und die Lehren aus dem Großvorhaben.

Projekte wie im Pfrunger-Burgweiler Ried zeigen eindrucksvoll auf, was für ein landesweites Moorschutzkonzept und seine Umsetzung besonders wichtig ist. Mit dem Naturschutzgroßprojekt sei ein Prozess in Gang gekommen, der eindrücklich vor Augen führe, wie stark Naturschutz, Landnutzung und Tourismus zusammenhängen und mit ihren Wechselwirkungen entscheidend zur Attraktivität und Leistungsfähigkeit dieser ländlich geprägten Region beitragen. Bonde: „Investitionen in die biologische Vielfalt und in den Schutz des Klimas lohnen sich in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht.“

Moorschutz-Großprojekt Pfrunger-Burgweiler Ried

Seit 2002 wird die zweitgrößte Moorlandschaft in Südwestdeutschland zwischen Wilhelmsdorf und Ostrach in den Landkreisen Ravensburg und Sigmaringen großflächig renaturiert. Rund 7 Mio. EUR wurden hier bisher investiert. Von den nun bis 2015 zusätzlich bereitgestellten 2,9 Mio. EUR stammen wie bisher 65 % aus Bundesmitteln, 25 % steuert das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg bei. 10 Mio. EUR – also rund 300.000 Euro – teilen sich die in der Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler-Ried zusammengeschlossenen Gemeinden, die Landkreise Ravensburg und Sigmaringen sowie der Schwäbische Heimatbund.

MLR BW

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