Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Baden-Württemberg setzt auf Eigeninitiative der Waldbesitzer

Baden-Württemberg setzt auf Eigeninitiative der Waldbesitzer

Die privaten und kommunalen Waldbesitzer des Schwarzwalds beschäftigen sich schon lange mit der Optimierung der Holzvermarktung und den dazu notwendigen Kooperationen. Nun ging man einen entscheidenden Schritt weiter. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Mittlerer Schwarzwald (FMS) wurde mit der FMS Forstservice GmbH verschmolzen und zur Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald e.G. (FVS) umgewandelt. Die Waldbesitzer verfügen damit über eine Organisation, in der ihre Mitglieder noch deutlicher die Rolle als Eigentümer, Entscheidungsträger und Kunde ausfüllen können.
Am 17. November fand die  Festveranstaltung zu dieser Neugründung in Oberharmersbach statt. „Die neu gegründete ‚Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald e. G.‘ ist mit einer Vermarktungsmenge von jährlich rund 350.000 Kubikmetern Waldholz ein wirtschaftliches Schwergewicht der Forst- und Holzbranche im Land“, sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle in seinem Festvortrag. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald e. G.‘ (FVS) stelle die Holzvermarktung von 3.700 privaten und kommunalen Waldbesitzern sicher und gewährleiste die Rohstoffversorgung von einigen Dutzend Betrieben der holzverarbeitenden Industrie.
Baden-Württemberg verfüge über eine Waldfläche von rund 1,4 Millionen Hektar. Die Fläche verteile sich auf etwa 260.000 Waldbesitzer. „Die teilweise sehr kleinen Besitzstrukturen mit den entsprechend geringen anfallenden Holzmengen sind seit jeher eine große Herausforderung für die Forst- und Holzwirtschaft im Land“, erklärte der Forstminister. Es sei deshalb eine wichtige Aufgabe der baden-württembergischen Waldwirtschaft, die zu vermarktenden Hölzer mengenmäßig zu bündeln. Nur so sei eine kontinuierliche und wirtschaftlich sinnvolle Rohstoffversorgung der heimischen Holzindustrie sichergestellt. In weiten Teilen würden der Landesbetrieb ForstBW diese Bündelungsfunktion ausüben. Baden-Württemberg setze allerdings durch eine aktive Unterstützung und Förderung von privatrechtlichen Zusammenschlüssen auch auf die Eigeninitiative der Privatwaldbesitzer bei der Holzvermarktung. „Viele kleine Waldbesitzer müssen sich zusammenschließen, um die Auswirkungen der Strukturnachteile zu reduzieren. Dies stärkt die Leistungsfähigkeit der Forst- und Holzbranche im Land“, betonte Köberle. Ziel sei eine nachhaltige und nutzbringende Partnerschaft aller Akteure des Wirtschaftszweiges.
MLR, FVS

Auch interessant

von