ABO

Baden-Württemberg: Novelliertes Landesjagdgesetz in Kraft

Das im vergangenen Jahr vom Landtag Baden-Württemberg verabschiedete neue Jagd- und Wildtiermanagementgesetz trat zum Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April 2015 in Kraft. Baden-Württemberg erhält damit ein modernes und praxisnahes Jagdrecht. Das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz löst das Landesjagdgesetz aus dem Jahr 1996 ab.
Dazu Minister Alexander Bonde: „Das neue Gesetz berücksichtigt den Tierschutz bei der Jagdausübung, indem beispielsweise der Abschuss von Haustieren wie Katzen und Hunde sowie die Verwendung von Totschlagfallen zukünftig grundsätzlich verboten sind. Das Gesetz nimmt aktuelle wildbiologische Erkenntnisse in die jagdrechtlichen Vorschriften auf wie etwa beim Fütterungsverbot und bei der zweimonatigen Jagdruhezeit. Das innovative und bundesweit bislang einzigartige Schalenmodell, das Tierarten entsprechend ihrer Schutzbedürftigkeit in drei Stufen zur Nutzung, zur Entwicklung oder zum Schutz einordnet, bringt Jagd und Naturschutz zusammen. Es stärkt zugleich nachhaltig die Bedeutung der Jagd und würdigt das Engagement der Jägerinnen und Jäger in Baden-Württemberg.“
Die für die Zukunft der Jagd in Baden-Württemberg zentralen Fragen seien damit im neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz geregelt. Einzelne fachliche Details zur konkreten Ausgestaltung des Gesetzes seien in der Durchführungsverordnung zum Jagd- und Wildtiermanagementgesetz enthalten, die ebenfalls noch im Laufe des April in Kraft treten werde, teilte Bonde mit. Auch bei den Inhalten dieser Verordnung werde es wie schon beim Gesetz gelingen, einen fairen und fachlich fundierten Kompromiss zwischen den vielfältigen Interessen beispielsweise von Jagd, Naturschutz und Tierschutz zu finden.
MLR Baden-Württemberg

Auch interessant

von