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Wanderung im Nationalpark Schwarzwald mit Naturschutzminister Bonde (2. v.r.) am 6.1.2016. Foto: MLR Baden-Württemberg

Baden-Württemberg: Nationalpark Schwarzwald ist Erfolgsprojekt

Der Nationalpark Schwarzwald startet 2016 in sein drittes Jahr. „Der erste Nationalpark Baden-Württembergs bringt Groß und Klein die wilde Schönheit der einzigartigen Natur zu jeder Jahreszeit näher. Unser junger Nationalpark ist bereits nach zwei Jahren sehr erfolgreich und sehr beliebt: Fast jeder zehnte Baden-Württemberger war schon im Nationalpark Schwarzwald. Rund 60 % der Bürgerinnen und Bürger planen einen Besuch. Vorbehalte gegenüber dem Nationalpark haben nur 7 % der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger und 14 % der ländlichen Anrainer. Dass der noch junge Nationalpark so große Zustimmung im Land und in den ländlichen Anrainerkreisen findet, ist ein sehr gutes Ergebnis und eine tolle Bestätigung für die herausragende Arbeit des ganzen Nationalparkteams und der gemeinsamen Gremien mit der Region“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am 6. Januar anlässlich der Wanderung im Nationalpark Schwarzwald.
Der Minister wanderte unter anderem mit dem Vorsitzenden des Nationalparkbeirats, Staatsrat a.D. Gerhard Goll, dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Claus Schmiedel, und der Landesvorsitzenden der Grünen, Thekla Walter, im Nationalparkgebiet im Tonbachtal auf der Gemarkung der Gemeinde Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt).
Wie gut der Nationalpark mittlerweile in der Region angekommen sei, zeige sich nicht nur in den positiven Umfragen, sondern auch in der Praxis: 2015 haben sich Städte, Gemeinden und Kreise rund um das Großschutzgebiet offiziell zur Nationalparkregion zusammengeschlossen, um diese mit vereinten Kräften touristisch zu vermarkten. „Das ist der richtige Weg, dieses Geschenk an unberührter Natur auch für eine touristische Belebung der ganzen Region zu nutzen“, betonte Bonde.
Mitwirkung der Region zahlt sich aus
„In der guten Zusammenarbeit mit der Region sind bereits viele Leitplanken gesetzt worden und es ist viel Neues entstanden. Im dritten Jahr wird das Verkehrskonzept im Nationalparkrat eine zentrale Rolle spielen“, kündigte der Minister an. Das neue Besucherzentrum am Ruhestein nehme Formen an, genauso wie der Nationalparkplan, der die Weichen für alle großen Entscheidungen vom Tourismus- bis zum Verkehrskonzept stelle.
Naturschutz: Wichtige Ziele erreicht
Die Natur profitiere davon, sich in einigen Bereichen ohne Eingriffe des Menschen entwickeln zu dürfen. Erfreut zeigte sich Minister Bonde über das große Interesse bundesweiter Forschungskooperationen am ersten baden-württembergischen Nationalpark. Positiv wertete der Minister auch die gut funktionierende Zusammenarbeit des Nationalparks mit wissenschaftlichen Hochschulen.
Konzept passt. Neue Vorhaben für 2016
Viele Besucherinnen und Besucher haben das Informationszentrum am Ruhestein bereits besucht oder an einer der mehr als 800 Veranstaltungen pro Jahr teilgenommen.
Die positiven Rückmeldungen zeigen, so der Minister, dass das Konzept passe. Auch das Jahresprogramm 2016 decke eine große Bandbreite an Themen für Klein und Groß ab. Entlang der Wanderroute wurden viele spannende Themen angesprochen – so zum Beispiel die neue Rangerstation, die in diesem Jahr im Tonbachtal entstehen soll. Geplant ist eine Blockhütte im Bereich der früheren Löchlehütte, die den Besuchern als Anlaufstelle für Fragen dienen soll. Parallel zur Rangerstation soll auch das Rotwildgehege im Tonbachtal modernisiert werden. Alle Arbeiten im Tonbachtal laufen in enger Abstimmung mit den Bürgern vor Ort und den Tourismusbetrieben.
Zum Nationalpark Schwarzwald
 
Der Nationalpark Schwarzwald liegt im nördlichen Schwarzwald zwischen Baden-Baden und Freudenstadt. Die Fläche von rund 10.000 ha – etwa 0,7 % der Wälder in Baden-Württemberg – ist in zwei Gebiete unterteilt. In spätestens 30 Jahren gilt auf 75 % der Fläche das Motto „Natur Natur sein lassen“; der Mensch wird nicht mehr eingreifen. Die Bevölkerung soll im Nationalpark Wildnis erleben, die Region davon profitieren können. Eine Besonderheit im Nationalpark Schwarzwald ist, dass zum Forscherteam neben Naturwissenschaftlern auch Sozialwissenschaftler gehören.
MLR Baden-Württemberg
Wanderung im Nationalpark Schwarzwald mit Naturschutzminister Bonde (2. v.r.) am 6.1.2016. Foto: MLR Baden-Württemberg Impression von der Wanderung im Nationalpark Schwarzwald. Foto: MLR Baden-Württemberg

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