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Baden-Württemberg: Möglicher Nationalpark ohne negative Folgen für Holzindustrie

Baden-Württemberg: Möglicher Nationalpark ohne negative Folgen für Holzindustrie

In der Diskussion um einen Nationalpark Nordschwarzwald bot Minister Alexander Bonde der Sägeindustrie an, dass die durch den geplanten Nationalpark verloren gehenden Holzmengen aus anderen Gebieten des Staatsforstes kommen. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg zitiert Bonde unter Bezugnahme auf dpa: „Damit ist sichergestellt, dass ein möglicher Nationalpark keine Arbeitsplätze in der Sägeindustrie und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen kostet.“ Die Menge, die es zu kompensieren gelte, sei so gering, dass sie keine Auswirkungen auf die Rohstoffversorgung der Industrie, die Arbeitsplätze oder die Marktpreise habe.

Aus dem Suchraum eines möglichen Nationalparks kommen nach bisherigen Schätzungen jährlich rund 50000 Fm Holz, das sind etwa 2 % der Gesamtmenge.

Live im Internet

Am 9. April wird das von der grün-roten Landesregierung in Auftrag gegebene unabhängige Gutachten zu den Auswirkungen eines möglichen Nationalparks im Nordschwarzwald erstmals öffentlich in der Region vorgestellt und diskutiert. Mit der Erstellung des Gutachtens waren die Beratungsfirmen PricewaterhouseCoopers und ö:konzept GmbH beauftragt.

In Bad Wildbad (Landkreis Calw) erläutern die Gutachter, wie sich ein möglicher Nationalpark Schwarzwald auf Waldentwicklung, Naturschutz, Wirtschaft und Tourismus in der Region auswirkt. Auf der Grundlage dieses Gutachtens trifft die Landesregierung eine Entscheidung darüber, ob sie den eingeschlagenen Weg fortsetzt und dem Landtag von Baden-Württemberg den Entwurf eines Nationalpark-Gesetzes vorlegt.

Die Veranstaltung wird am 9. April ab 19.30 Uhr live im Internet übertragen.
 

Zur Internetseite des Ministeriums

 
fp/Quellen: MLR BW, dpa

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