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Baden-Württemberg: Länderübergreifende Sorgen

Beim Vier-Länder-Treffen am 7./8.9.2012 in Freiburg im Breisgau (Baden Württemberg) trafen sich zum 53. Mal Vertreter der Säge- und Holzindustrie aus Vorarlberg, Tirol, Schweiz, Elsass und Baden Württemberg, zu dem der Baden Württembergische Verband VSH eingeladen hatte.
„Die Ertragssituation reicht hinten und vorne nicht!“, stellte der VSH-Präsident Schilling nach den Gesprächen klar fest. Das größte Problem sei die Schere zwischen Rundholz- und Schnittholzpreis. Hier bedürfe es einer Korrektur einer Fehlentwicklung. Während die Rundholzpreise in Baden-Württemberg leicht zurück gingen, steigen diese in Österreich sogar noch weiter an. Und weiter: „Der Rohstoff ist nicht ausreichend vorhanden. Daher ist die Produktion anzupassen. Die abnehmende Verfügbarkeit von Nadel-Rundholz wird zukünftig den Schnittholzmarkt stark beeinflussen.“
 
Weil der Rohstoff jetzt schon knapp sei, dürfe es keine weiteren Außer-Nutzung-Stellung von Waldflächen geben, wurde gemeinsam festgestellt. Insbesondere Österreich leide an einer Rundholz-Unterversorgung. In Vorarlberg gebe es vor allem kleinere Sägewerke und seien diese in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation gegenüber Großsägewerken im Vorteil. In Frankreich gehe der Bausektor um 20 % zurück, erklärte EOS-Laubholzsprecher Rene Maechler. Jedoch liege die Verwendung von Holz im Bau sehr im Trend. Auch der Preisrückgang bei den Sägenebenprodukten bereite länderübergreifend Sorge.
 
Die Schweizer Holzindustrie kämpft zusätzlich mit der Währungsschere zwischen Euro und Schweizer Franken. Absolut positiv sei die enorme Bautätigkeit in der Schweiz. Heuer werden voraussichtlich 50.000 Wohneinheiten gebaut, wobei der jährliche Durchschnitt bei 40.000 Wohneinheiten liegt.
 
Als Positiv wurde festgestellt, dass bei den Produzenten in Österreich die Produktion deutlich zurückgenommen wurde und die Schnittholzlager niedrig seien. Nach den Prognosen von Euroconstruct wird für Deutschland mit einer deutlichen Steigerung des Wohnbaus für die nächsten beiden Jahre gerechnet, was großes Potenzial biete.
Verband Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg

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