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Baden-Württemberg: Gesamtkonzeption Waldnaturschutz vorgestellt

Baden-Württemberg: Gesamtkonzeption Waldnaturschutz vorgestellt

Der baden-württembergische Forstminister Alexander Bonde hat am 5. Dezember in Freiburg bei einer Tagung zum Waldnaturschutz die neue Gesamtkonzeption Waldnaturschutz vorgestellt:
„Wir gestalten die Waldwirtschaft naturverträglich, klimaneutral und fördernd für die Biodiversität. Dabei werden wir entsprechend der nationalen Biodiversitätsstrategie den Anteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung im Staatswald bis 2020 auf 10 % der Fläche erhöhen. Die naturnahe Waldbewirtschaftung und die biologische Vielfalt stehen im Zentrum der baden-württembergischen Waldpolitik. Mit der neuen Gesamtkonzeption Waldnaturschutz ergänzen wir die bestehenden Maßnahmen für eine naturnahe Waldbewirtschaftung. So positioniert sich Baden-Württemberg an der Spitze beim Waldnaturschutz.“
Entwicklungsprozess
Seit dem Jahr 2011 habe der Landesbetrieb ForstBW in einem partizipativen Prozess die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz ausgearbeitet, so der Minister. Die Entwicklung der Gesamtkonzeption erfolgte durch eine Arbeitsgruppe bestehend aus Wissenschaftlern sowie Praktikern aus den Bereichen Naturschutz und der Forstwirtschaft.
Außerdem wurde die Öffentlichkeit eingebunden. Hierfür fand eine im Bereich Forst und Naturschutz in der Bundesrepublik bisher einmalige Online-Beteiligung statt, bei der sich 8.000 interessierte Bürger eingebracht haben. Insgesamt wurden zehn Waldnaturschutzziele wie beispielsweise die Ausweisung von 10 % Prozessschutzflächen im Staatswald, Sichern und Wiederherstellen von Moor- und Auewäldern sowie die Erhaltung historischer Waldnutzungsformen definiert und die Gesamtkonzeption durch die Landesregierung verabschiedet, erläuterte der Minister.
Besonders hervorzuheben sei, dass in Anlehnung an das erfolgreiche Alt- und Totholzkonzept ein weiteres Konzept für Arten in lichten und hellen Wäldern entstehe. Damit entstehen für über 90 % aller im Wald lebenden Arten günstige Bedingungen.
„Die Inhalte der Gesamtkonzeption sind langfristig angelegt. Die Veränderlichkeit einzelner Inhalte erfordert jedoch eine periodische Evaluation. Eine solche Evaluation wird Grundlage für die vorgesehene Weiterentwicklung der Gesamtkonzeption nach 2020 sein“, sagte Minister Bonde abschließend.
MLR Baden-Württemberg

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