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Baden-Württemberg: Förderung für Streuobstbau und Baumschnitt in der Fläche

Baden-Württemberg: Förderung für Streuobstbau und Baumschnitt in der Fläche

Baden-Württemberg hat mit mehr als 100.000 ha Streuobstwiesen europaweit die bedeutendsten Streuobstbestände. Ziel der baden-württembergischen Landesregierung ist es, die Streuobstwiesen zu erhalten, ihre Bewirtschaftung zu fördern und alle, die sich für den Schutz und Erhalt der Streuobstwiesen stark machen, gezielt zu unterstützen.
Die Streuobstkonzeption Baden-Württemberg bündelt Maßnahmen bietet neue Fördermöglichkeiten an – vom Baumschnitt bis zur Vermarktung.
Gefördert wird künftig der fachgerechte Baumschnitt von Kern- und Steinobstbäumen auf Streuobstwiesenflächen mit 15 € je Baum. Gemeinden können noch 5 € je Baum drauflegen können. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssten die Initiativen, Vereine und Gemeinden die zu pflegenden Bäume mit einem fünfjährigen Schnittkonzept anmelden. Die Maßnahme Baumschnitt muss noch von der EU-Kommission notifiziert werden.
Die Pflege und Bewirtschaftung der Streuobstwiesen im Land wird außerdem durch das neue Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) und durch die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) unterstützt. Auch über die Landschaftspflegerichtlinie kann Unterstützung beantragt werden. Voraussetzung für diese Förderung ist, dass die Streuobstfläche in einem Schutz- oder Projektgebiet nach LPR liegt.
Für Agrarumweltmaßnahmen und Landschaftspflege gebe es in der neuen Förderperiode jährlich nun 139 Mio. € statt wie bisher 129 Mio. €, so Minister Alexander Bonde bei der Vorstellung der Streuobstkonzeption Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd. Damit die regionalen Streuobstprodukte am Markt platziert werden können, unterstütze die Landesregierung außerdem Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnamen, die deren Absatz verbessern und fördert Aufpreisinitiativen.
Die Anträge für das neue Förderprogramm zum Baumschnitt, das derzeit notifiziert wird, können ab Oktober 2014 bei den Regierungspräsidien gestellt werden. Über die erste Fördertranche wird bis Ende des Jahres entschieden. Erste Maßnahmen können im Frühjahr 2015 umgesetzt werden.
 

Zum Streuobstportal der Landesregierung

 
MLR Baden-Württemberg

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