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Luchs in Baden-Württemberg gesichtet

Luchs in Baden-Württemberg gesichtet

Ein Autofahrer hat Mitte März im Schwarzwald einen Luchs gesehen und fotografiert. Die Bilder sind von Fachleuten geprüft worden. Das Ergebnis: Sie zeigen eindeutig einen in Freiheit lebenden Luchs. Die Luchsmeldung wurde in das landesweite Monitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) aufgenommen.
„Wir haben damit seit sechs Jahren den ersten sicheren Nachweis für diese streng geschützte und scheue Katzenart in Baden-Württemberg. Diese erfreuliche Nachricht zeigt, dass der Wald auch für seltene Wildtiere wieder zur Heimat wird. Dazu trägt nicht nur die zunehmend an der Natur orientierte Waldbewirtschaftung bei, die geeignete Lebensräume für eine breite Artenvielfalt schafft und erhält. Mit dem Generalwildwegeplan und mit einer angepassten Waldwirtschaft verfolgen wir unter anderem das Ziel, dem Luchs großräumige Wanderbewegungen zu ermöglichen“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am 20. März in Stuttgart.
 
Über die Herkunft des aktuell nachgewiesenen Luchses gibt es bislang keine Informationen. „Unsere Expertinnen und Experten versuchen nun in aller gebotenen Vorsicht weitere Spuren des Luchses zu finden beispielsweise Haare, die eine DNA-Analyse ermöglichen“, so Bonde. Die FVA sei dazu in enger Zusammenarbeit mit den Wildtierbeauftragten und der Jägerschaft vor Ort. Über DNA-Proben könne ermittelt werden, ob es sich um die Zuwanderung eines Tieres aus den schweizerischen Populationen, dem Bayerischen Wald oder aus den Vogesen handelt. Da Luchse in kurzer Zeit große Distanzen zurücklegen könnten, sei eine Zuwanderung aus allen diesen Regionen möglich.

MLR

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