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Franz-Josef Wiest vom Fachbereich Holzverkauf ForstBW (l.)

Baden-Württemberg: Diebstahlsicherung für Rundholz dank Satellitentechnik

Bei einem Besuch auf dem Wertholzplatz in Urbach (Rems-Murr-Kreis) am 12.2.2014 sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde:
„Holz, unser wichtigster nachwachsender heimischer Rohstoff, ist leider auch für Diebe zu einem begehrten Gut geworden. Jede gestohlene LKW-Ladung Holz führt zu einem wirtschaftlichen Verlust von durchschnittlich 1.200 €. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es allerdings fast unmöglich zu erkennen, ob angebotenes Brennholz aus legalen Quellen stammt. Die neue GPS-Technik ermöglicht es, über versteckte Sender Holzdiebe zu verfolgen und ihnen das Handwerk zu legen. Das schützt auch die Kunden beim Holzeinkauf vor Hehlerware. Das Land und der Landesbetrieb ForstBW haben beschlossen, aktiv gegen Holzdiebstähle vorzugehen.“
In Holzpoltern werden dazu spezielle GPS-Sender platziert. Diese Transponder lösen bei der Verladung ein Signal aus. Das Forstpersonal kann dann direkt in Abstimmung mit dem Käufer klären, ob der Transport berechtigt ist. Ist die Abfuhr des mit Sendern markierten Holzes illegal, wird die Polizei eingeschaltet und das Holz kann direkt sichergestellt werden. Im Hessen konnte bereits ein Holzdieb auf diese Weise überführt werden.
Im Staatswald von Baden-Württemberg werden jährlich rund 2 Mio. Fm Holz nachhaltig geerntet. ForstBW verkauft davon etwa 18 % als Brennholz, das sind 400.000 Fm.
MLR Baden-Württemberg
Minister Alexander Bonde. Foto: ForstBW Franz-Josef Wiest vom Fachbereich Holzverkauf ForstBW (l.)

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