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Um die Attraktivität des Naturschutzgebiets zu fördern

Baden-Württemberg: Bannwaldturm ist neue Attraktion im Pfrunger Burgweiler Ried

Das zweitgrößte Moorgebiet Südwestdeutschlands ist um eine Attraktion reicher. Im Beisein von Forstminister Alexander Bonde wurde am 5. März der Richtspruch zum 37 m hohen Bannwaldturm bei Ostrach (Landkreis Sigmaringen) verlesen.

„Der Erhalt der biologischen Vielfalt, nachhaltige Holzverwendung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind wichtige Ziele der Landesregierung. Der Bannwaldturm verbindet diese Ziele vorbildlich. Ich freue mich, dass die Partner aus der Region und das Land mit dem Bannwaldturm gemeinsam Herausragendes geschaffen haben. Die Schönheit der hiesigen Riedlandschaft lässt sich jetzt auch wunderbar von oben entdecken“, sagte Bonde.
Der Turm ist ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Ostrach und des Landesbetriebs ForstBW. Er ist in moderner Holzbauweise errichtet und stellt eine Verbindung aus Aussichts- und Informationsplattform dar. Seinen Namen verdankt der Aussichtsturm dem in unmittelbarer Nähe liegenden Bannwald Pfrunger Burgweiler Ried, einem über 400 ha großem Waldschutzgebiet. Die Riedbesuchenden sollen über das einzigartige Ried und die nachhaltige Waldwirtschaft im Land informiert werden.
„Hier im Naturschutzgebiet sind Lernen und Erleben eng miteinander verknüpft. Seit heute hat das Leuchtturmprojekt Pfrunger Burgweiler Ried auch einen echten Turm“, so Bonde abschließend.
Das Ried von oben zu entdecken
Um den nachhaltigen Tourismus in der Region durch Steigerung der Attraktivität des Naturschutzgebiets zu fördern, entwickelten die Gemeinde Ostrach und ForstBW die Idee eines Aussichtsturmes, der zum einen den Besuchern ermöglicht, das Ried von oben zu entdecken und zum anderen Raum für kleinere Ausstellungen bietet.
Der imposante Bannwaldturm in moderner Holzbauweise fügt sich architektonisch in die bestehenden Riedbauwerke ein. Auf einem 3 m hohen Betonsockel fußt der 34 m hohe Holzturm (verbaut wurden etwa 120 Kubikmeter Fichte/Tanne), dessen Fassade eine Bretterkonstruktion aus Lärche darstellt (etwa 15 Kubikmeter). Die Baukosten betrugen insgesamt 610.000 €. Davon übernimmt ForstBW einen Anteil von 100.000 €.
Die einzigartige Naturlandschaft ist über zahlreiche Rundwanderwege erschlossen. Mehrere Besucherplattformen bieten zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit, Biber, Storch und andere Wildtiere hautnah zu erleben. Im Naturschutzzentrum werden dauerhaft moorbezogene Ausstellungen sowie regelmäßige Führungen angeboten. Der Neubau des Naturschutzzentrums und von drei Besucherplattformen wurden 2012 mit dem Baden-Württembergischen Holzbaupreis ausgezeichnet.
Landschafts- und Naturschutzgebiet Pfrunger Burgweiler Ried
Das Landschafts- und Naturschutzgebiet Pfrunger Burgweiler Ried liegt zwischen den Gemeinden Wilhelmsdorf, Ostrach, Königseggwald und Riedhausen und umfasst die Landkreise Sigmaringen (Norden) und Ravensburg (Süden). Das 2.600 ha große Gebiet stellte vor Eingriff des Menschen einen ausgedehnten Moorkomplex aus Hoch-, Zwischen- und Niedermooren dar.
Im Zuge eines Naturschutzgroßprojekts des Bundesministeriums für Naturschutz (BfN) wurde 2002 die „Stiftung Naturschutz Pfrunger Burgweiler Ried“ gegründet. Neben Naturschutzzielen dienen die im Zuge dessen durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen auch dem Klimaschutz. Der Schwäbische Heimatbund, der einen Großteil der Liegenschaften unterhält, war treibende Kraft bei der Entwicklung und Umsetzung des Großprojektes. Die Naturschutzstiftung verwaltet und betreut die Flächen gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf.
Der inmitten des Pfrunger Burgweiler Ried gelegene gleichnamige Bannwald wurde 1991 gegründet und 2012 erweitert. Er ist mit 441 ha der größte seiner Art in Baden-Württemberg. Eine Besonderheit ist das Vorkommen des gefährdeten Rauschbeeren-Bergkiefern-Moorwalds.
Weitere Informationen zum Naturschutzgebiet „Pfrunger Burgweiler Ried“ finden sich im Internet unter www.riedstiftung.de oder www.schwaebischer-heimatbund.de/naturschutzzentrum.
MLR Baden-Württemberg
der auch Raum für kleinere Ausstellungen bieten wird. Foto: Gemeinde Ostrach Um die Attraktivität des Naturschutzgebiets zu fördern entwickelten die Gemeinde Ostrach und ForstBW die Idee eines Aussichtsturmes

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