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Auwälder – Wildnis zwischen Wasser und Deich

Der Arbeitskreis Flussauen hat am 26. April gemeinsam mit dem Forstamt Pfälzer Rheinauen zu der Fachtagung „Auen im Spannungsfeld Mensch – Natur“ eingeladen.

Der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Thomas Griese sagte im Rahmen der internationalen Veranstaltung: „Die Auwälder gehören zu den artenreichsten Gebieten in Rheinland-Pfalz. Schwarzspecht, Kammmolch, Bechsteinfledermaus und Hirschkäfer sind hier zu Hause. Wir wollen diesen Lebensraum schützen und wieder Wildnis zwischen Wasser und Deich zulassen und erhalten. Wir tragen eine nationale und internationale Verantwortung zum Erhalt dieser Lebensräume. Die Flusslandschaften zählen zu den ältesten Kulturlandschaften Deutschlands. Der Ausbau zu Wasserstraßen, Begradigungen und Flussbett-Vertiefungen haben aber gerade den Auwäldern an den Flüssen zugesetzt. Heute gehören sie zu den besonders bedrohten Naturräumen in Europa.“
Wald wird aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen
Um die wertvollen Auwälder am Rhein zu sichern, nimmt das Land Rheinland-Pfalz seit 2015 rund 940 ha landeseigenen Wald zwischen Worms und Neuburg schrittweise aus der forstwirtschaftlichen Nutzung. Nach einem Konzept, das mit dem Umweltverband BUND und dem Forstamt erarbeitet worden ist, soll der Auwald wasserseits des Rheinhauptdeichs nach und nach wieder Wildnis werden, führte der Staatssekretär weiter aus. Ein Großteil des Auwaldes am Rhein stehe bereits unter Naturschutz und gehöre dem EU-Schutzgebietsnetz Natura 2000 an.
„Diesen Schutz wollen wir ausbauen und die Auwälder für die Zukunft bewahren“, erklärte Griese abschließend.
Der Arbeitskreis Flussauen ist ein Zusammenschluss von Forstleuten, Wasserwirtschaftlern, Botanikern, Geologen und Wissenschaftlern. Sie engagieren sich für den Schutz solcher großen Flüsse Europas wie Rhein, Elbe und Donau.
MULEWF

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