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Ohne Kabine sind Forstmaschinen leichter und haben mehr Platz für die Ladung

Skogsforsk entwickelt einen autonomen Forwarder

Das schwedische Forschungsinstitut Skogsforsk koordiniert ein Forschungsprojekt, dessen Ziel die Entwicklung eines autonom fahrenden Forwarders ohne Kabine ist. Basismaschine ist ein Pendelarm-Forwarder der Firma eXtractor, den Skogsforsk mit verschiedenen Sensoren ausrüstet.

Drei Schritte

In einem ersten Schritt soll die Maschine sensorgesteuert ihre Fahrstrecke im Gelände selbst finden (AutoDrive). Zweitens soll sie erkennen, wenn Personen in ihre Sicherheitszone eindringen (AutoSafety). In einem dritten Schritt soll der Forwarder unbemannt arbeiten und aus der Ferne, etwa aus dem Büro,  nur überwacht werden (Auto-Remote). Erst in dieser Phase entfernt Skogsforsk die Kabine.

Olle Gellin, der das Projekt bei Skogsforsk leitet, gibt zu, dass sich das Vorhaben futuristisch anhört. Der Aufwand soll sich aber lohnen, weil eine Maschine ohne Kabine nicht nur leichter ist, sondern auch eine höhere Ladekapazität besitzt. Eine vom Büro aus gesteuerte Maschine hat zudem ergonomische Vorteile und macht den Fahrerjob für mehr Menschen interessant.

Laufzeit bis Ende 2020

Das Projekt, das von Dezember 2018 bis Dezember 2020 läuft, wird von der staatlichen Innovationsagentur Vinnova und der Forstindustrie mit 20 Mio. SEK (ca. 2 Mio. €) gefördert. Beteiligt sind neben Skogsforsk unter anderem die Maschinenhersteller Komatsu Forest, BAE Systems, eXtractor, SCA, StoraEnso, Södra, Sveaskog, Holmen sowie verschiedene Universitäten.

Zeitgleich startet Skogsforst ein Projekt, das als Voraussetzung für den Einsatz einer autonomen Maschine die Nutzung hochauflösender Geländekarten und -bilder untersucht.

Skogsforsk/Red.

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