Holztransport

Automatische Ladegewichtskontrolle für Waggons

von Marc Kubatta-Große

Mercer Holz transportiert über 3,5 Mio. t Rundholz, Hackschnitzel und Schnittholz auf der Schiene – insgesamt rund 2.000 Ganzzüge. In der moderen Waggonflotte nutzt Mercer unter anderem eine automatische Ladegewichtskontrolle.

So wertvoll der Rohstoff Holz aus volks- und klimapolitischer Sicht ist, so „schwierig“ ist er für Transporteure. „Holz kann aufgrund der unterschiedlichen Dichte und Holzfeuchte Gewichtsunterschiede bis zu 50 % aufweisen. erklärt Jürgen Köhler, Bereichsleiter Logistik der Mercer Holz GmbH. Das sei ein großer Unsicherheitsfaktor, der die Logistik wesentlich beeinflusst.

Das LoadMonitor-System

Die Lösung bot sich mit dem LoadMonitor-System des Grazer Herstellers PJM an. Zusätzlich zur Datenermittlung in Echtzeit über allgemeine Monitoring-Funktionen, automatisiert das LoadMonitor-System den Verladeprozess.

Der LoadMonitor erfasst verschiedene Lasten automatisch und analysiert den Beladeprozess. Die Beladung wird mittels Signallampen an den relevanten Stellen direkt am Transportmittel oder übersichtlich auf dem Display des Verladers dargestellt. So kann dieser sofort reagieren und die Beladung im Bedarfsfall korrigieren. Das System zeigt eine Überladung oder eine assymetrische Beladung an, ebenso wie eine Überlast von Radsätzen, Radscheiben oder Drehgestellen.

Bessere Auslastung und Effizienz

So wird jeder Waggon optimal ausgelastet. Eine Unterladung des Waggons verschenkt Frachtkosten, eine Überladung wird teuer durch das Aussetzen des Waggons und die notwendige Korrektur der Beladung. Beides veerhindert der LoadMonitor. Damit habe man die Lücken in der Logistik-Prozesskette geschlossen, erklärt Köhler. Alle wesentlichen Informationen über die Güterwagen sowie eine automatische Ladekontrolle direkt vor Ort werden von nur einem System abgedeckt.

Digitale Güterwaggons

Lothar Krebs, stellvertretender Verkaufsleiter der Transwaggon GmbH in Hamburg sagt, ein großes Thema bei der Kunden sei, wenn Wagen angehalten und ausgesetzt werden. Das koste Zeit und Geld. Mit dem LoadMonitor-System habe sich die Waggonauslastung um ein Vielfaches verbessert. „Dass der Holzverlader gleich sieht, ob der Wagen überladen ist, ist ein unübertroffener Vorteil“, sagt er. Die Digitalisierung von Güterwaggons sei richtig und müsse die Zukunft sein.

PJM/Red.