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Dem Deutschem Wetterdienst zufolge war „Sabine“ ein Sturmtief wie es in Deutschland alle zwei bis drei Jahre auftritt, aber kein „Spitzenorkan“ wie „Kyrill“ 2007.

Auswirkungen extremer Wind- und Wetterlagen auf den Wald

Als unmittelbare Folgen des Orkans „Sabine“ blieben am 10. Februar vielerorts die Schulen geschlossen, zahlreiche Züge und Flüge fielen aus. Erst zeitverzögert zeigen sich weitere Auswirkungen von extremen Wetterlagen. Das Statistische Bundesamt informiert über den Schadholzeinschlag vergangener Jahre.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag im Jahr 2018 der durch Wind- und Sturmschäden verursachte Holzeinschlag bei 18,5 Mio. m³, und damit fast viermal so hoch wie im Jahr 2017 (4,7 Mio. m³ aufgrund von Wind- und Sturmschäden geschlagenes Holz). Zuvor waren die Stürme „Xavier“ (Anfang Oktober 2017) und „Herwart“ (Ende Oktober 2017) sowie „Friederike“ (Januar 2018) über das Land gezogen.

Laut der amtlichen Statistik wurden 2018 insgesamt 65 Mio. m³ Holz eingeschlagen. Dass der Schadholzeinschlag mit 31,9 Mio. m³ besonders hoch war, wurde 2018 auch durch die Hitze sowie Trockenheit und der damit einhergehenden Anfälligkeit bestimmter Baumarten für Schädlinge wie etwa den Borkenkäfer bedingt. So betrug der durch Insektenschäden verursachte Holzeinschlag 2018 gut 11,3 Mio. m³.

Dem Deutschem Wetterdienst zufolge war „Sabine“ ein Sturmtief wie es in Deutschland alle zwei bis drei Jahre auftritt, aber kein „Spitzenorkan“ wie „Kyrill“. Nachdem „Kyrill“ im Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten von über 140 km/h über das deutsche Flachland und mit über 180 km/h über die Zugspitze gezogen war, mussten im Jahr 2007 aufgrund von Wind- und Sturmschäden 31,3 Mio. m³ Schadholz eingeschlagen werden, und damit zwanzig Mal so viel wie im Jahr 2006 (1,5 Mio. m³). Insgesamt lag der Schadholzeinschlag im Jahr 2007 bei 34,9 Mio. m³.

Destatis/Red.

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