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Ricardo Michalik

Vorschau auf die Austrofoma 2019

Erstmals seit ihrem Bestehen ist die Austrofoma dieses Jahr im Burgenland zu Gast. Kenner des östlichsten Bundeslandes Österreichs denken dabei forstlich an Kiefer und Mischwälder. Es gibt viel sehr kleinflächiges Waldeigentum, aber auch den größten forstlichen Grundeigentümer der Republik, die Esterhazy´sche Privatstiftung. Sie ist auch Gastgeber der Schau.

Verantwortlich für die Ausrichtung der diesjährigen Austrofoma vom 8. bis 10. Oktober ist die Landwirtschaftskammer Niederösterreich, denn das Messegelände grenzt unmittelbar an dieses Bundesland, wo deutlich mehr Fachleute für die Beratung der Waldeigentümer angestellt sind als im Burgenland selbst.

Am östlichen Abhang des Rosaliengebirges

Das Ausstellungsgelände liegt am östlichen Abhang des Rosaliengebirges südöstlich von Wiener Neustadt, dem letzten Höhenzug der Alpen vor der pannonischen Tiefebene. Die Rosalia bildet stellenweise die Grenze zwischen den Bundesländern Niederösterreich und dem Burgenland. Höchste Erhebung ist der Heuberg mit 748 m Höhe.

Ein 5 km langer Rundkurs

Laut Veranstalter und Aussteller ist das Gelände sehr eng. Der Rundkurs ist daher im Vergleich zu den vergangenen Austrofoma-Messen mit rund 5 km kurz geraten. Damit wird wohl die oft gehörte Kritik über die langen Wege zwischen den Vorführpunkten dieses Mal nicht zu hören sein. Wie sich das auf die Arbeitsqualität der Firmen (deren Stände sehr nahe aneinander liegen) und die Verteilung der Besucherströme auswirkt, bleibt abzuwarten. Das Gedränge dürfte aber groß werden, wenn wie bei der letzten Ausgabe der Messe an drei Tagen mehr als 18.000 Besucher kommen. Ein Pluspunkt: Es ist zu hören, dass die Strecke sehr leicht zu begehen ist.

Messedorf und Präsentationsfläche

Das Messedorf ist auf dem Vorplatz der Burg Forchtenstein aufgebaut, der sonst als Parkplatz für die Touristen dient. Es gibt zudem wieder eine eigene Fläche für das Thema Bioenergie. Dort wird wahrscheinlich viel über die Probleme mit der staatlichen Förderung und das Überangebot an hackbarem Material diskutiert werden.

Neu ist auf jeden Fall eine Präsentationsfläche, wo die Aussteller Maschinen zeigen können, für die kein Platz auf dem Rundkurs ist. Laut der zur Verfügung stehenden Informationen wurde diese Fläche erst auf Druck der Firmen eingerichtet, die deutlich mehr Gerät zeigen wollten, im Wald aber keine Freigabe dafür erhielten. Es wird sich zeigen, ob dies von den Besuchern angenommen und ob es sich als Standard für künftige Austrofoma-Ausgaben etablieren wird.

Tickets und Anreise

Die Austrofoma findet 2019 vom 8. Oktober bis 10. Oktober jeweils von 8:30 bis 17:00 Uhr statt. Da die Messe für Holzernte im Gebirge ohne Förderung und Unterstützung auskommen muss, spiegeln die Eintrittspreise den hohen Aufwand wider, der hinter der Organisation steckt. Darum kostet die Tageskarte vor Ort 60 €. Mehrtagestickets sind um 80 € zu haben. Es gibt Ermäßigungstickets. Sie kosten 35 € und gelten für die üblichen Zielgruppen: Forststudenten, Forstschüler, Jugendliche von 12 bis 18 Jahren in Begleitung Erwachsener.

Günstiger sind die Tickets im Vorverkauf zu haben. Online geht das über www.austrofoma.at, per E-Mail an tickets@panevent.at oder telefonisch unter +43 (0)2682-65065. Damit spart man sich 10 € pro Karte, die Ermäßigungskarten bleiben gleich teuer.

Im Eintrittspreis sind ein sehr gut ausgearbeiteter Ausstellungsführer und ein Schutzhelm enthalten. Sich die Höhe des Eintritts durch Mitbringen des eigenen Helms zu verringern, geht nicht: Laut Veranstalter muss der gestellte Helm getragen werden.

Ein Hinweis zur Anreise: Das Gelände um Rundkurs und Austrofoma-Dorf (Vorplatz der Burg Forchtenstein) ist sehr eng. Es gibt keine Parkplätze. Auch die Zufahrtsstraßen sind nicht für parkende Autos und den Verkehr gemeinsam geeignet. Daher werden alle Besucherfahrzeuge auf der grünen Wiese in der Ebene vor dem Berg abgefangen. Praktischerweise ist das gleich nach der Schnellstraßen-Abfahrt. Die Zufahrt zum Messegelände der Austrofoma ist ausschließlich mit den kostenlosen Shuttlebussen möglich.

Anton Friedrich

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