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Ausstellung zum „Waldland NRW“

Nirgends sonst prallen die Nutzungsinteressen von Wirtschaft, Umwelt, Natur und Freizeit so stark aufeinander wie im Wald. Wie es trotzdem gelingen kann, diese einzelnen Interessen und Ansprüche zu vereinbaren, zeigt die Ausstellung „Waldland NRW“.
Wald – ein nicht ersetzbarer Alleskönner

„Die Wälder in Nordrhein-Westfalen sind der Schatz vor unserer Tür. Wald ist nicht nur als Produktionsstätte für den nachwachsenden Rohstoff Holz und als natürlicher Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten unverzichtbar. Ein gesunder Wald wird auch zum Schutz des Bodens und des Wassers, als Klima-, Immissions- und Lärmschutz, aber vor allem als Erholungsraum und Lernort für Menschen dringend gebraucht. Der Wald mit seiner fantastischen Vielfalt ist ein nicht ersetzbarer Alleskönner,“ sagte Umweltminister Johannes Remmel bei der Ausstellungseröffnung im Landtag Nordrhein-Westfalen.
Dass der Wald geschützt werden muss, zeigt der jährliche Waldzustandsbericht, der nur noch rund 23 % Bäume ohne Schäden ausweist. Als Ursache werden unter anderem die Folgen des Klimawandels aufgezeigt, die den Wald in Nordrhein-Westfalen unter Stress setzen. Daher will die Landesregierung den Umbau und Aufbau von naturnahen Wäldern voranbringen, die den Folgen des Klimawandels und anderen Belastungen besser widerstehen können. „Wald ist im Industrieland Nordrhein-Westfalen im Vergleich mit anderen Bundesländern rar. Deshalb ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, dieses wertvolle Naturerbe für die nächsten Generationen zu schützen und zu bewahren“, sagte der Minister.
   
Der Ausstellung liegt ein mehrdimensionales Konzept zugrunde. Video, Audio, Foto und Text sind Medien, über die sich die Besucher in der Ausstellung den verschiedenen Waldthemen nähern können. Der Besucher wandelt durch einen Ausstellungswald aus zehn Multimedia-Säulen mit baumartenspezifischen Informationen. Präsentiert werden Eiche, Buche, Erle, Birke, Pappel, Ahorn, Kirsche, Fichte, Kiefer und Douglasie. Die Säulen zeigen auf der Außenseite das jeweilige Echtholzfurnier sowie das Rindenbild, auf der Innenseite eines aufklappbaren Säulensegmentes ein großformatiges beleuchtetes Foto der Baumart und einen Informationstext mit engem, auch geschichtlichem Bezug zum Waldland Nordrhein-Westfalen. Auf den in die Säulen eingelassenen Monitoren laufen themenbezogene Informationsfilme.
Aktiv auf die Rückkehr des Wolfes vorbereiten
Ergänzt wird die Ausstellung mit einer Präsentation über die mögliche Rückkehr des Wolfs nach Nordrhein-Westfalen. Die Vorbereitungen auf eine Rückkehr laufen bereits. Vor allem abwandernde Jungwölfe aus Niedersachsen könnten die nordrhein-westfälischen Grenzen immer wieder streifen und sich eventuell sogar ansiedeln. Es gelte sich aktiv auf den Wolf vorzubereiten und vor allem bei den Bürgern um Akzeptanz zu werben, erklärte Remmel.
 

Die Ausstellungen „Waldland NRW“ und die Präsentation zur möglichen Rückkehr des Wolfes nach NRW können bis zum 10. Dezember 2014 im Landtag NRW besucht werden.

MKULV Nordrhein-Westfalen

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