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Lichtinstallation im Dom Brandenburg

Ausstellung Wald im Dom

Der Domstiftsforst zu Seelensdorf wird dieses Jahr 700 Jahre alt. Seitdem Bischof Johann von Tuchem 1319 die Gemarkung Seelensdorf erwarb, ist dieser Forst die unverzichtbare Lebensgrundlage des Domstifts geworden – und zwar durch alle Zeitläufte hindurch bis heute. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich eine vielschichtige Beziehung zwischen den Menschen am Dom und ihrem Forst: Der Wald wandelte sich vom einfachen Rohstoff- und Materiallieferanten zum einem Ort, an dem der Mensch zur Ruhe kommt und seine Freizeit verbringt. Spätestens als man vor zehn Jahren ein großes Waldstück mit Traubeneichen als letzte Ruhestätte auswählte, ist er auch ein spiritueller Ort.

Sonderausstellung

Aus Anlass des 700-jährigen Geburtstages widmet das Dommuseum Brandenburg dem Forst eine Sonderausstellung, die vom 10. Mai bis zum 10. November geöffnet hat. Bei der Gestaltung der Ausstellung setzt das Museum auf die „Erlebbarkeit mit allen Sinnen“. Mit einer Lichtinszenierung wird das mittelalterliche Gewölbe des Doms in ein lichtes Blätterdach verwandelt. Eine außergewöhnliche Zeitleiste macht die wirtschaftliche Geschichte von Seelensdorf mit allen Sinnen begreifbar und die historischen Persönlichkeiten, deren Schicksale mit dem Forst verbunden sind, werden in dieser Ausstellung lebendig.

Wieviel Wald steckt im Dom?

Außerdem fragt die Ausstellung danach, wieviel „Wald im Dom“ steckt: als Balken im Dachstuhl, als Brennmaterial für den Backstein und als Hackschnitzel in der modernen Heizanlage. Nicht zuletzt hebt das Museum Geschichte(n), die mit dem Seelensdorfer Wald in Verbindung stehen: da gibt es den König, den Branntweinschmuggler, den Bischof, die Hebamme, den Kurfürsten, den Holzschnitzer und natürlich auch den Förster.

Die Ausstellung wird am 9. Mai um 19 Uhr eröffnet.

Domstift Brandenburg

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