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Ausgesprochen gute Geschäftslage

Die allgemeine Geschäftslage der Forstbetriebe in Deutschland stellt sich auch im September ausgesprochen günstig dar. Mehr als vier Fünftel der Meldebetriebe verzeichnen eine gute Geschäftslage. Der Marktverlauf an den Rundholzmärkten ist im September unverändert rege bis lebhaft. Stamm- und Industrieholz wird rege nachgefragt. Die Nachfrage nach Buchenstammholz und -industrieholz ist im Laufe des Septembers deutlich gestiegen. Der weit überwiegende Teil der Forstbetriebe (zwei Drittel bis mehr als vier Fünftel) meldet weiter steigende Rundholzpreise, über alle Holzarten und Holzorten hinweg.
Beim Stammholz kam es in einigen Regionen zu größeren Abschlüssen, auch beim Buchenstammholz. In anderen Regionen stehen die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss. Im Süden Deutschlands reichen die Preise für das Leitsortiment Fichtenstammholz in Einzelfäl-len bis an die 100 Euro-Marke heran, im mittleren Bundesgebiet wird die 90 Euro-Marke teilweise überschritten. Die Verhandlungen über Industrieholzsortimente ziehen sich offenbar hin. Größere Abschlüsse stehen meist noch aus.
Die Prognosen der Meldebetriebe zur künftigen Entwicklung von Rundholznachfrage und Rundholzpreisen fallen beim Stammholz verhaltener aus als noch im Vormonat, lassen aber weiterhin eine Aufwärtsentwicklung erwarten. Die Prognosen für das Industrieholz sind sogar noch optimistischer geworden.
Nachdenklich stimmt die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in der Sägeindustrie. Dort ist offenbar der Preisauftrieb für Schnittholz zum Erliegen gekommen. Rückwirkungen auf die Rundholzpreise sind zu erwarten. Insbesondere Privatwaldbesitzer sollten sich vor der Aufnahme des Holzeinschlags vertraglich absichern.
Neues Holz Journal

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