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Ausbau der Windenergie in Brandenburg

Ausbau der Windenergie in Brandenburg

Mit einer bundesweit wegweisenden Vereinbarung gehen die Landesregierung Brandenburgs und die regional tätigen Windenergie-Unternehmen einen gemeinsamen Schritt, um zentrale Fragen zum Ausbau der Windenergie zu beantworten.

Ende Mai haben sich in Potsdam 340 Akteure zum ersten Windbranchentag Berlin-Brandenburg des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) getroffen.
Auf dem Branchentag unterzeichneten das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg (MWE) und der Landesverband des BWE eine wegweisende „Vereinbarung zur besseren Information und Transparenz beim Ausbau der Windenergie“.
„Die Vereinbarung ist ein erster wichtiger, gemeinsamer  Schritt, um zentrale Unsicherheiten und Fragen bei Bürgern und Politikern aufzunehmen und Lösungen anzubieten. Wir haben uns in der Vereinbarung selbst verpflichtet, mit einem Abstand von 1.000 m zur Wohnbebauung zu planen,  wenn die Steuerungswirkung durch die Regionalplanung oder kommunale Bauleitplanung nicht gegeben ist.“, erklärt Jan Hinrich Glahr, Vizepräsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) und Landesvorsitzender des BWE in Brandenburg.
Keine Windparks in Eichen- oder Buchenwäldern
Ebenso sollen Windparks nicht in Eichen- oder Buchenwäldern gebaut werden. Bei Planung, Bau und Betrieb der Anlagen sollen regionale Firmen profitieren und die Wertschöpfung vor Ort halten. Um den Informationsaustausch zu verbessern, wollen die Vorhabenträger freiwillig und vor der Genehmigung in den Dialog mit den Anwohnern geplanter Windparks treten.

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Econ bestätigt, dass sich die Windenergie für das Land auch wirtschaftlich lohnt. Laut DIW Econ hat die Windenergie in Brandenburg im Jahr 2014 eine Bruttowertschöpfung von gut 1 Mrd. € erzeugt. „Das Land profitiert nicht nur von der Energieerzeugung aus Wind; die Windenergie sichert und schafft auch immer mehr Arbeitsplätze“, erläutert Glahr. Die Anzahl der Beschäftigten lag 2014 bei 6.863. Dabei werden die Stellen hier überwiegend beim Bau der Windräder geschaffen (4.741 Arbeitsplätze).
 

BWE

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