Holzverkauf und Holzpreise

Auftragseingang und Umsatz im Bauhauptgewerbe gesunken

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 % gegenüber Mai 2022 gesunken.

Auch im Vorjahresvergleich zum Juni 2021 ging der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang deutlich zurück, und zwar um 11,2 %.

Nominalwerte stark gestiegen, Realwerte gesunken

Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang jedoch aufgrund der gestiegenen Baupreise mit einem Volumen von 8,6 Mrd. € 4,1 % über dem Vorjahresniveau. Im 1. Halbjahr 2022 sanken die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 3,5 %, während sie nominal um 11,9 % stiegen.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,3 % zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 6,2 % auf 9,5 Mrd. €. Im 1. Halbjahr 2022 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 2,7 % und stiegen nominal um 12,6 %.

Baugewerbe stark durch hohe Preise belastet

Entsprechend besorgt äußert sich der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Der Wohnungsneubau werde vor allem durch einen Mix aus steigenden Materialpreisen, fühlbar gestiegenen Zinsen, der hohen Inflation und der deutlich zurück gefahrenen Förderung stark belastet. Dadurch rücke das Ziel, im Jahr 400.000 Wohnungen zu errichten, in weite Ferne.

Trotz hoher Nachfrage drohe die Baukonjunktur ausgebremst zu werden. Investitionen brauchen aber Sicherheit und Stabilität. Beides sei derzeit nicht vorhanden.

Mehr Beschäftigte

Trotz einknickender Nachfrage halten die Unternehmen am Fachkräfteaufbau fest. Der Zuwachs liege zum Halbjahr bei ca. 10.000 Beschäftigten, so der ZDB. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen laut dem Statistischen Bundesamtgegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 %.

Quellen: Destatis/ZDB