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Kabotageverbot für Sturmholztransporte

Wie der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) informiert, gab das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 11.7.2018 bekannt, dass die derzeit bestehende Aufhebung des Kabotageverbots verlängert wird. Je nach Beurteilung der Lage gilt die Verlängerung bis 30.9.2018 bzw. 31.12.2018.

In Abstimmung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium wurde eine Blitzumfrage zur Sturmholzlage bei den Landesforstbetrieben durchgeführt. Diese meldeten offenbar unterschiedliche Lagen zur Sturmholzproblematik in den Ländern. So kamen etwa in Baden-Württemberg drei weitere Regionen hinzu.

Verlängerung bis 30.09.2018 in: Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen

Verlängerung bis 31.12.2018 in: Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Die bisherige Verbotsaufhebung wäre am 31.7.2018 ausgelaufen. Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) hatte sich beim BMVI für die Verlängerung in den Windwurfgebieten eingesetzt und auch für eine Ausweitung auf das von Käferkalamitäten bedrohte Bayern plädiert, das nach wie vor nicht von der Regelung profitiert.

Die Aufhebung des Kabotageverbots erleichtert den Einsatz von ausländischen Rundholzspeditionen zum Transport von Sturmholz in Deutschland aus entsprechend definierten Gebieten.

DeSH

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