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Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht die deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.

Aufforstung allein ist nicht genug

Der aktuelle Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) über Klimawandel und Landsysteme zeigt, wie sehr der Klimawandel die Ökosysteme belastet und unterstreicht die Notwendigkeit der Aufforstung von Waldflächen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) fordert dazu auf die Möglichkeiten einer nachhaltigen Waldwirtschaft, verbunden mit einer vermehrten Holznutzung als Instrument gegen den fortschreitenden Klimawandel zu nutzen.

Der vom Weltklimarat (IPCC) vorgestellte Sonderbericht „Klimawandel und Landsysteme“ zeigt dramatische Entwicklungen auf: Der Flächenverbrauch steigt stetig. Gleichzeitig schwindet an einigen Orten der Welt die Waldfläche. Wird diese Entwicklung weiter voranschreiten, rückt das Ziel, die Erderwärmung unter 1,5 °C zu begrenzen, in unerreichbare Ferne. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband appelliert daher, die Potenziale einer nachhaltigen Waldwirtschaft in Verbindung mit einer verstärkten Holznutzung als wirkungsvolles Instrument gegen den Klimawandel weltweit zu nutzen.

„Die nachhaltige Waldwirtschaft in Verbindung mit einer konsequenten Ausschöpfung der Klimaschutzeffekte der Holznutzung ist eine besonders wirksame Maßnahme, um der globalen Herausforderung Klimawandel zu begegnen“, ist DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt überzeugt. „Eine nachhaltige Entwicklung der Welt erfordert nicht nur gesellschaftliche Veränderungen, sondern auch das Schaffen neuer Produkte und Prozesse. Die im IPCC-Sonderbericht Klimawandel und Landsysteme vorgeschlagene weltweite Aufforstung ist ein erster zentraler Schritt. Die Milderung des Klimawandels aufgrund einer verstärkten CO₂-Speicherung in Wäldern und Holz ist dabei nur ein Bestandteil – erst die zusätzliche Verringerung des CO₂-Ausstoßes beim Ersatz energieintensiver Materialien und fossiler Energieträger durch Holz entfaltet die vollen Klimaschutzeffekte“, so Schmidt.

Dem Bericht müssen nun Maßnahmen folgen

Im Rahmen der 50. Plenarsitzung des Weltklimarats, die vom 2. bis 6. August 2019 in Genf stattfand, wurde der am 8. August vorgestellte IPCC-Sonderbericht „Klimawandel und Landsysteme“ verabschiedet. 107 Autoren aus 52 Ländern präsentieren darin den wissenschaftlichen Kenntnisstand über Klimawandel, Landdegradierung, nachhaltiges Landmanagement, Ernährungssicherheit und Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen und geben Handlungsempfehlungen. Obwohl der Wald vom Klimawandel stark betroffen ist, ist er auch Mittel zu dessen Bewältigung. So zeigen die Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Baumsterben aufgrund von Trockenheit, Insektenbefall und Feuer. Die Aufforstung und Agroforstwirtschaft spielen nach Ansicht der Wissenschaftler eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen.

Aus Sicht des DeSH ist es nun die Aufgabe, aus den Erkenntnissen des Berichts Maßnahmen zur Steigerung des Klimaschutzes abzuleiten und umzusetzen.

Der Sonderbericht sowie die Hauptaussagen in deutscher Übersetzung beim IPCC online

Red./DeSH

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