ABO
Aufarbeitungsstopp

Hessen Forst kapituliert

Der Landesbetrieb Hessen Forst hat seine beauftragten Unternehmer am 8.10. darüber informiert, dass schon eine Woche später, am 14.10. die Aufarbeitung von Käferholz im Staatswald für das Jahr 2019 eingestellt wird.

Begründet wird die Entscheidung damit, dass der Holzmarkt völlig übersättigt ist und keine weiteren Schadholzmengen mehr abgesetzt werden können. Daneben wird davon ausgegangen, dass die Borkenkäfer sich bei der jetzt kühleren Witterung  zur Überwinterung in den Boden zurückziehen und damit durch weitere Aufarbeitung kein positiver Effekt für den Waldschutz mehr erzielt werden kann.

Der Landesbetrieb macht aber auch keinen Hehl daraus, dass die Haushaltslage sehr angespannt ist und kaum noch Mittel für die Dienstleistung zur Verfügung stehen. Bestehende Verträge sollen noch abgewickelt werden, aber Übererfüllungen oder Optionsmengen werden ausgeschlossen. Stattdessen bietet man den Unternehmen an, mit ihren Maschinen teilweise in der Verkehrssicherung bei abgängiger Buche tätig zu werden. Die von HessenForst betreuten Privat- und Kommunalforstbetriebe können selbst entscheiden, ob sie die Arbeit weiterlaufen lassen oder nicht.

Einige der Unternehmer, die in den vergangenen Monaten gewaltige Anstrengungen unternommen haben, den Kalamitäten Herr zu werden, werden damit sehr kurzfristig „vor die Tür gesetzt“. Der Landesbetrieb entschuldigt sich in seinem Schreiben an die Betriebe für diese harte Entscheidung und hofft gleichzeitig, dass die Partner  im Frühjahr wieder zur Verfügung stehen.

Red.

Auch interessant

von