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Auf Schädlingsbefall achten!

Auf Schädlingsbefall achten!

Die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe steht bei der Betreuung ihrer Wälder vor Herausforderungen: Es gilt derzeit besonders auf Schädlingsbefall zu achten. Gottfried Helmers, Leiter des Forstreviers Nassesand: „Chemischer Forstschutz ist im gesamten Forstbetrieb des Landesverbandes Lippe schon lange tabu.“ 
Für die Förster beim Landesverband sei größtmögliche Aufmerksamkeit das wichtigste Mittel zur Schädlingsbekämpfung: Frühzeitiges Erkennen und rasches Handeln verhindern vermeidbare Schäden am Waldbestand. „Wir entnehmen Bäume, die von Käfern, Raupen oder Pilzen befallen sind, wenn nötig und wenn Naturschutzaspekte nicht dagegen sprechen rechtzeitig und konsequent, um Ansteckungen oder Massenvermehrungen zu verhindern.“
Besondere Aufmerksamkeit widmet Helmers den Fichtenbeständen in seinem Revier, deren Anfälligkeit für den Borkenkäfer nach trockenen Perioden oder Sturm stark ansteigen kann. Nach Schadereignissen werden die betroffenen Bäume schnellstmöglich aufgearbeitet. Die Käufer sind verpflichtet, das befallene Holz kurzfristig aus dem Wald abfahren, damit sich unter der Rinde befindliche Käfer oder ihre Larven nicht weiter vermehren können. Die Käfer fliegen ab etwa 18 °C bevorzugt kranke, aber auch gesunde Bäume an, um sich unter der Rinde zu vermehren. Die aus den Eiern geschlüpften Larven ernähren sich durch Fraßgänge unter der Rinde und fliegen dann nach mehreren Wochen, je nach Wetterlage, als Jungkäfer los, um den Zyklus zu wiederholen. Diesen Zyklus gilt es zu durchbrechen.
Landesverband Lippe

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