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Forst-Biathlon: Staffelstart der bayerischen Mannschaft in Südtirol

Auf den Spuren der Biathlon-Weltmeister

Eine zwanzigköpfige bayerische Mannschaft machte sich Ende Januar auf den Weg nach Südtirol, um an der Jubiläumsveranstaltung der „Europäischen Forstlichen Nordischen Skiwettkämpfe (EFNS)“ teilzunehmen. Bereits zum 50. Mal wurden die Wettkämpfe im Forst-Biathlon ausgetragen. Für eine einmalige Stimmung sorgten über 1.200 Teilnehmer im Weltcupstadion von Antholz.

An dem Ort, wo eine Woche zuvor noch die Biathlon Weltcupathleten um die Plätze kämpften, gastierten vom 28. Januar bis zum 3. Februar Forstfrauen und -männer aus ganz Europa. Das Antholzer Tal bot eine Woche lang die traumhafte Kulisse für die sportlichen Wettkämpfe. Beim Jubiläumslauf am Dienstag über 30 oder 50 Kilometer genossen die Teilnehmer das herrliche Panorama der Dolomiten ohne Zeitnahme. Zusätzlich wies auf den Strecken der Tour de Ski zwischen Cortina d’Ampezzo und Toblach auf jedem Kilometer ein Holzschild auf die Wettkampforte der vergangenen 50 Jahre hin.

Sportlicher Wettstreit im Forst-Biathlon

Der Auftakt in die Wettkämpfe war das Rennen in Freier Technik. Nachdem am Mittwochvormittag noch Probeschüsse abgegeben wurden, ging es ab Mittag auf die Wettkampfstrecke. Die Jugendlichen und Damen legten zweimal eine Runde von 2,7 Kilometer zurück. Für die Herren standen insgesamt 10 Kilometer auf dem Programm. Nach der ersten Runde galt es einen Stopp am Schießstand einzulegen. Mit einem Biathlon-Kleinkalibergewehr mussten 5 Schuss auf die 50 Meter entfernten Scheiben abgegeben werden. Dazu wurde stehend angestrichen auf die 11,5 cm große Scheiben geschossen. Für nicht getroffene Scheiben musste jeweils eine 150 Meter lange Strafrunde absolviert werden. Besonders glänzen konnten in diesem Rennen Ferdl Bär (Allgäu) und Karlheinz Bredl (Bayer. Wald), die sich in ihrer Altersklasse den Sieg sicherten.

Am Donnerstag folgte das Rennen in der Klassischen Technik. Auf den gleichen Strecken wurde erneut um die Plätze gekämpft, wobei stets der Spaß im Vordergrund stand und nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ gestartet wurde. In Klassischer Technik konnte erneut Ferdl Bär mit einem dritten Platz überzeugen.

Einen fulminanten sportlichen Abschluss bildeten die Staffelwettkämpfe am Freitag. Insgesamt gingen 250 Staffeln an den Start. Damenstaffeln bestehen jeweils aus drei Läuferinnen, wobei die erste Läuferin in der klassischen Technik starten muss. Die Herren treten mit vier Läufern an, zwei in Klassischer und zwei in Freier Technik. Von den insgesamt fünf Bayerischen Staffeln wurde unter anderem ein 4. Platz in der Wertung über 50 Jahre und ein 22. Platz in der Klasse unter 50 Jahre erreicht.

Ab von der Loipe

Neben den sportlichen Herausforderungen stand wie immer auch die fachliche und kulturelle Präsentation des Gastgebers auf dem Programm. Auf verschiedenen Exkursionen konnte man am Anfang der Woche einen Einblick in die Südtiroler Forstwelt erlangen. Weitere Exkursionen konzentrierten sich auf holzverarbeitende Betriebe, eine Schaukäserei und das Südtiroler Archäologiemuseum. Förster und Unternehmer Erwin Thoma zeigte bei einem interessanten Abendvortrag einen Blick auf die Wälder sowie die Verarbeitung und Bedeutung des Holzes.

Und zum Schluss…

Den Abschluss der Jubiläumswoche bildete die feierliche Siegerehrung am Freitagabend. Mit dem Ende der 50. Ausgabe fiel zugleich der Startschuss für das nächste Jahr. Im Jahr 2019 gastieren die Wettkämpfe das erste Mal im Bayerischen Wald. Die Veranstaltung wird vom 10. bis 16. Februar 2019 ausgetragen. Hierfür erfolgte die feierliche Übergabe der EFNS-Fahne an die bayerische Delegation mit dem OK-Präsidenten Herbert Unnasch, seinem Stellvertreter Hermann Kastl und bayerischen Sportlern.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.efns2019.de/ und https://www.efns.eu/.

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